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3. Oktober 2010

Glutenfrei mit Katie

Meine liebe Freundin Katie kann kein Gluten essen. Ich hatte zwar schon von der Zöliakie (= Glutenunverträglichkeit) gehört, anfangs war ich trotzdem etwas verwirrt, was Gluten eigentlich genau ist. Gluten ist im Prinzip das Klebereiweiß, das in den Samen von Getreidearten vorkommt (hier ist auch der Wikipedia-Link, wenn es wer noch genauer wissen möchte). Gluten kommt vor in Getreiden wie Weizen, Dinkel, Roggen, und Gerste, und auch in allen Produkten, in denen diese Getreidesorten enthalten sind. Katie und ich wollten trotzdem gemeinsam essen, und es sollte natürlich vegan und auch glutenfrei sein. Zu Beginn musste ich wirklich etwas nachdenken, was ich denn kochen könnte, da mein Speiseplan doch sehr gluten-lastig ist: Sandwiches, Brot mit Aufstrichen, Nudeln in allen Variationen, Burger, Produkte aus Seitan... Klar, es gibt auch glutenfreies Brot und Nudeln im Geschäft zu kaufen, leider ist der Geschmack oft leider nicht so toll, besonders, wenn man nicht weiß, welche Marken besser schmecken als andere. Darum suchten wir nach Rezepten, die von Haus aus vegan und glutenfrei waren. Und eigentlich ist das gar nicht so schwierig - man muss nur ein bisschen über den Tellerrand schauen, und plötzlich sieht man viele Möglichkeiten. Wir hatten also immer leckeres Essen, und nebenbei auch viel Spaß, gemeinsam über Rezepte zu plaudern. Leider fliegt Katie in den nächsten Tagen zurück in ihre Heimat, den USA. Wir werden sie sehr vermissen. Zu Ehren von Katie werde ich daher in Zukunft meine Rezepte kennzeichnen, die glutenfrei sind, und dann habe ich ein tolles Repertoire, wenn Katie und ich wieder gemeinsam essen und lachen.


Kürbis-Eintopf
2 EL ÖL
1 kg Kürbis (meiner war ein Butternut Kürbis)
1 große Karotte
2 kleine Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 Zimtstange (+ 1/4 TL gemahlenen Zimt, optional)
2 gehäufte TL Cumin
1 kleine getrocknete Chilli-Schote, zerrieben (oder etwas Chilli-Pulver)
400 - 500 ml Gemüsesuppe (eine glutenfreie, manche enthalten Weizen!)
1 Dose Tomaten
1 Dose Kichererbsen
Etwas Zitronensaft
Salz

Den Kürbis schälen und würfeln, die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln würfeln. Das Öl in einem großen Suppentopf heiß werden lassen, den Zwiebel hinzufügen und andünsten, bis er weich ist. Den Knoblauch pressen, hinzugeben, und 1 Minute weiterdünsten. Kürbis, Kichererbsen, Karotte, Chilischote, Tomaten, Suppe, Cumin und die Zimtstange hinzufügen, und köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Mit etwas zusätzlichem Zimt, einem Spritzer Zitronensaft, und etwas Salz abschmecken. Über Quinoa oder Reis servieren.

Eine leckeres, glutenfreies Essen ist auch Sushi. Es macht Spaß, gemeinsam die Rollen zu machen - es ist nur wichtig, eine glutenfreie Soja-Soße zu kaufen, da klassische (chinesische) Soja-Soßen Weizen enthalten. Am besten man kauft Tamari, japanische Soja-Soße, die ist meistens ohne Weizen. Wie immer, einfach das Etikett checken! PS: Das sind meine ersten selbstgemachten Sushi-Rollen. Zwar etwas unförmig, gut waren sie trotzdem!


Da ich im glutenfreien Backen nicht sehr geübt bin, vertraute ich auf eine Backmischung von Bauckhof (im Bio-Markt erhältlich), die genaue Instruktionen geben, wenn man den Kuchen vegan zubereiten will, sehr praktisch! Ich fügte zusätzlich noch etwas Vanille-Extrakt in den Teig hinzu (man könnte auch etwas Bourbon-Vanille nehmen), und belegte den Teig mit 3 Äpfeln, die ich vorher geschält und in dünne Scheiben geschnitten und mit ca. 60 Gramm braunem Zucker und 1/2 TL Zimt vermischt hatte. Die Backzeit verlängerte sich auf fast eine Stunde, wobei ich nach einer halben Stunde den Kuchen mit Alufolie abdeckte. Der Kuchen war superlecker, also wenn ihr glutenfreie Freunde habt, freuen sie sich sicher über etwas Selbstgebackenes!!

Yummy, yummy Apfelkuchen!

5 Kommentare:

  1. Ich hab' gerade ganz befriedigt "SO!" gesagt und genickt - da sieht man doch, das eigentlich ziemlich viel möglich ist wenn man es denn möchte. Selbst glutenfrei kochen ;)

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  2. Sieht wie immer alles sehr lecker aus. Und die Kürbissuppe würde ich jetzt auch gerne essen, besonders wegen der Kiechererbsen, die liebe ich total! :-)

    Das es sowas wie Glutenunverträglichkeit gibt ist mir übrigens zum erstenmal dadurch aufgefallen, dass viele Naturkostversände die Produkte nicht nur mit "milch-" und "eifrei" bewerben, sondern auch mit "Glutenfrei".

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  3. Da ich neuerdings selbst betroffen bin, freut es mich ungemein in meinen Lieblingsblogs (echt wahr und ungelogen...) auch leicht zu 'entgluteinierende' oder gar glutenfreie Gerichte zu finden!
    Auch die Empfehlung der Backmischung ist mir ganz wichtig, da ich da überhaupt noch keine Erfahrung gesammelt habe.
    Freu, freu, freu und dickes Danke!

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  4. Klasse, wo ein Wille...

    Sieht sehr lecker aus.

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  5. Mmmmhhh, Sushi! Ich muss mal wieder meinen Bruder einladen :D Mein Mann isst ja leider kein Sushi... schaut aber lecker aus bei dir (wenn auch unförmig :D )

    PS: Hab deinen schönen Blog gleich ma verlinkt.

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