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29. April 2012

Rustikaler Apfelkuchen, ganz schnell gemacht

Der Sommer sendet uns einen frühen Gruß. Während ich am Anfang der Woche noch dick eingemummt mit meinem orangen woll-freien Lieblingsschal das Haus verließ und mich nach Suppe sehnte, kletterte das Thermometer gestern auf 30 Grad (in Worten: DREISSIG Grad). Natürlich musste ich unbedingt den ganzen Vormittag in einem schwitzigen, anstrengenden Yoga-Workshop verbringen, und natürlich musste ich am Nachmittag einen "kurzen" Rad-Ausflug mit M unternehmen, der dann zu einem drei Stunden Trip wurde, während dem ich M und die Sonne und die Hitze leise verfluchte. Offensichtlich bin ich noch nicht auf Sommer eingestellt (oder auf Bewegung, die sich nicht in meinem kühlen Wohnzimmer abspielt). Trotzdem verzehrte sich mein Gaumen nach dem Geschmack des Frühsommers: Nach einem leichten Dessert, mit Früchten, zu dem eine Kugel Vanille-Eis passt und das vorzugsweise nicht zu viel Arbeit abverlangt.


Inspiriert von meiner ganz und gar unveganen Lieblingsköchin Nigella Lawson kreierte ich diesen rustikalen Apfelkuchen. Rustikal deshalb, weil man ohne Sinn für Geometrie oder Symmetrie (so wie ich) die Apfelstücke einfach auf den Kuchen wirft, und man sich mit der Bezeichnung "rustikal" trotzdem noch ein paar beifällige Blicke verdient. Der Kuchen ist auch ideal, wenn man überraschend Gäste bekommt, da er aus Zutaten besteht, die man fast immer in der Küche hat, und man wirklich super flott und ganz leicht ein köstliches, fruchtiges, buttriges Dessert zaubern kann. Jetzt höre ich mich zwar endgültig an wie eine fleissige Hausfrau aus einem Kochbuch der 1950er, aber eure Gäste wird es sicher freuen, vor allem, wenn der Apfelkuchen mit einer Kugel veganem Eis oder einem Tupfer pflanzlicher Sahne serviert wird. Und er ist absolut hitze-tauglich, weil der Ofen nur ganz kurz laufen muss, und die Vorbereitung wirklich einfach und garantiert un-schwitzig ist!


Rustikaler Apfelkuchen (für 4 Personen)
1 Rolle veganer Blätterteig, aus dem Kühlregal (etwa 270 Gramm) - Blätterteig ist oft vegan!
400 Gramm Äpfel (etwa 2 große Äpfel)
2 EL Zitronensaft
2 EL vegane Butter / Margarine, weich (z.B. Alsan)
4 EL brauner Zucker
1/4 TL Zimt

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen.
Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen, und in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Zitronensaft vermischen und beiseite stellen.
Den Blätterteig ausrollen und in zwei Teile schneiden (ihr könnt auch einen großen daraus machen, ich finde zwei kleinere Kuchen aber netter und es passt besser in meinen Ofen). Beide Teile gleichmäßig mit Butter bestreichen. Zucker und Zimt vermischen und gleichmäßig auf dem Blätterteig verstreuen, dabei einen Rand von etwa 1 cm freilassen. Die Apfelscheiben darauf leicht überlappend anordnen, und den Rand freilassen. Rand hochklappen, festdrücken, und die beiden Hälfte bei 200 Grad etwa 12 bis 15 Minuten backen (etwas länger bei einem großen Kuchen). Der Rand sollte braun sein, die Äpfel weich, und der Kuchen sollte in der Mitte leicht aufgegangen sein. Noch warm mit etwas veganem Eis oder veganer Sahne servieren.

9 Kommentare:

  1. Ach, da bekommt man ja richtig Hunger :D Schaut wirklich sehr gut aus!

    lg Nicky*

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  2. Wir haben den Kuchen gleich gebacken. Er riecht schon sehr lecker.
    Vielen Dank für die schnelle Idee.

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  3. Oh, das klingt echt gut für zwischendurch!
    Manchmal ist einfach einfach die bessere Alternative :-)

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  4. Das sieht lecker aus und schön bunt mit der Schale...

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  5. Der Kuchen sieht nicht nur zum Anbeißen, sondern zum Aufessen gut aus.

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  6. Schon mehrmals 'getestet': immer gelungen und jedesmal super geschmeckt!! Danke fuer's Rezept!! :-)

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  7. Klingt wunderbar, bekommt man sofort Appetit... nur mit der spo tanen Verfügbarkeit aller Zutaten ist das so eine Sache. Zum Glück bekommen ich Samstag Blätterteig...��

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