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28. Juni 2015

Meine vegane Woche - 22. - 28. 06.



Montag
Curry geht immer... besonders mit dem restlichen Gemüse vom Wochenende!


Dienstag
M's stolzer Tag diese Woche: Die Ergebnisse seiner Blutuntersuchung sind eingetroffen, und er ist ein sehr gesunder veganer Kerl. Die Werte sind viel besser als zu der Zeit, in der er noch regelmäßig Schnitzel & Co. aß.

Mittwoch
Wer es noch nicht gelesen hat - ich habe mich am Blog über Sarah Wiener's Gemaule über die vegane Community aufgeregt. Normalerweise ignorie ich so etwas, aber alles muss man sich wirklich nicht an den Kopf werfen lassen.

Donnerstag
Wir trinken immer noch brav jeden Tag unsere grünen Smoothies! Oft sind sie auch eher schlammbraun als grün, schmecken tun sie trotzdem.


Freitag
Ich habe mich sehr gefreut, dass homosexuelle Paare in den USA nun auch endlich heiraten dürfen. Nun hoffe ich wirklich, dass Österreich nachzieht, und die Ehe für alle einführt, anstatt dieser halbherzigen Lösung der eingetragenen Partnerschaft.

Samstag
Ich musste arbeiten... und abends war ich zu kaputt, um auch nur ans Kochen zu denken. Darum brachte uns der Lieferservice unseres Vertrauens veganes Avocado-Sushi.


Sonntag
Waffeln! Sogar gesund, mit Dinkelmehl, ohne Zucker und natürlich ganz viel Liebe. Das Rezept kommt nächste Woche auf den Blog!

 

25. Juni 2015

Auch Veganer dürfen Fertigprodukte essen - eine Antwort an Sarah Wiener

Diese Woche wurde ein Interview einer bekannten TV-Köchin, Sarah Wiener, veröffentlicht.* Wie schon so viele Köche vor ihr betreibt sie den momentanen Volkssport: Veganer-Bashing. Das an sich ist nicht besonders verwunderlich, und normalerweise lese ich diese Interviews auch gar nicht - was eher daran liegt, dass mich mehr oder weniger prominente Personen meistens einfach nicht interessieren. Dieser Artikel ist aber bis zu mir durchgedrungen, und er hat mich aus einem Grund besonders geärgert. Im Artikel steckt uns die Autorin, die TV-Köchin, nämlich ihren mehr oder weniger prominenten Finger direkt ins vegane Gesichtchen und speit uns ein grantiges "Ihr seid eh auch nicht besser!" entgegen. 

Die Strategie ist bei weitem nicht neu. Makel an anderen zu suchen, um sich selbst besser zu fühlen, das beherrschen bereits hormongesteuerte Teenager bis zur Perfektion. Und wer hat nicht im Laufe seiner veganen Karriere schon ein vorwurfsvolles "Deine Schuhe sind doch auch Leder, oder?", "Wegen Tofu wird der Regenwald abgeholzt" oder ein "Kühe platzen aber, wenn man sie nicht melkt" gehört. Genau wie diese vermeintlichen Verfehlungen entbehrt auch die Kritik der TV-Köchin jeder Grundlage und vor allem Logik. 

In ihrem Artikel stürzt sie sich nach einem kurzen Ausflug in die Welt der modernen Fleischproduktion gleich auf die bösen, bösen Veganer. Denn Veganer sind die eigentlichen Übeltäter: Anstatt vom Nachbarn totgestreicheltes Fleisch zu essen, was so anständig und regional und saisonal wäre, erdreisten sich diese schlimmen Übeltäter, sich gelegentlich mal eine vegane Bratwurst oder etwas Tofu oder einen Schluck Sojamilch zu gönnen (und  mit Sojamilch hat sie ein besonderes Problem, die ist ihrer Meinung nach die Ausgeburt allen Übels auf dieser Welt). Und die TV-Köchin wirft uns dann vor, dass wir uns in einer Parallelwelt gegenseitig auf die Schulter klopfen, während wir blind vegane Produkte konsumieren, denn "diese lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser". Der einzige Weg, unsere Welt noch zu retten - nun, den weiß natürlich nur die TV-Köchin. Saisonal und regional und natürlich Fleisch! Aber lieb totgemacht, gell?

Ich weiß nicht, woher diese Abscheu gegen vegane Produkte kommt. Und eigentlich möchte ich auch gar nicht weiter aus dem Artikel zitieren. Eigentlich wollte ich nur eines klar stellen: Auch Veganer dürfen gelegentlich Fertigprodukte essen. Wer ständig auf seinem Selbstversorger-Hof im Hochbeet stochern kann, der hat es sehr gut, aber es gibt auch andere Leute, die Bürojobs haben und einen Haushalt und Familie und Hobbies und keinen Garten. Und es ist absolut nichts Verwerfliches daran, sich gelegentlich ein Sojaschnitzel zu braten oder die Semmel mit veganem Leberkäse zu belegen. Diese Produkte sind sicherlich nicht so gut wie die am selbstversorgenden Hof im Hochbeet selbstgezogene Tomate, aber... nein, ich wiederhole mich jetzt nicht. Eine vegane Wurst ist aber sicherlich in jeder Hinsicht wesentlich besser als eine Wurst aus Tieren - egal, ob wir nun von Umweltschutz oder Tierschutz sprechen. Dass der Mythos vom guten totgekuschelten Bio-Tier auch noch von ihr geschürt wird, das verwundert wenig. Aber er ist genau das: Ein Mythos. Auch sogenannte artgerechte Haltung endet mit einem gewaltsamen Tod, und der Anteil an Bio-Fleisch am Markt ist extrem gering - eine schöne Gute-Nacht-Geschichte also, aber nichts, was der Wahrheit entspricht.

Ich kenne viele Veganer und Veganerinnen, und dass wir blinde Konsumopfer sind, das kann ich wirklich nicht behaupten. Die Zeiten, in denen endlos abgefeiert wird, nur weil die billigsten Billig-Chips jetzt vegan sind oder weil ein großer Schlachthof jetzt vegane Streichwurst anbietet - die hat es nie gegeben. Wer die vegane Community kennt, der weiß, dass hier auch viel gestritten wird, eben weil wir uns ständig in unserem Konsumverhalten herausfordern. Und wir tun das viel selbstkritischer als TV-Köchinnen, die am liebsten alle als Selbstversorger am Hochbeet stehend sehen wollen, was natürlich viel realistischer ist, als Leute zu ermuntern, mal eine vegane Wurst zu kaufen. Ich persönlich achte auch auf Bio- und Fairtrade-Produkte und kaufe am liebsten von veganen Firmen, die meine Überzeugungen teilen und entsprechend auf die Umwelt achten. Ich weiß, dass viele viele andere Veganer das auch tun, denn solche Firmen werden durch die vegane Community sehr stark gefördert.

Ich lasse mir den moralischen Finger nicht ins Gesicht stecken. Ich lasse mich auch nicht ins Eck der konsumgeilen Trendsetter stellen. Und schon gar nicht, wenn mich das Gefühl beschleicht, dass es hier nicht um eine offene Diskussion, sondern um einen billigen Publicity-Stunt geht.



*Und nein, ich werde den Artikel hier nicht verlinken...

21. Juni 2015

Meine vegane Woche - 15. - 21.06.



Montag
Geht ihr gerne in den Asialaden einkaufen? Ich habe Reisnudeln, Knoblauchpulver, Sweet Chilli Sauce, Kokoswasser für Smoothies, Ramen und Limo gekauft. Besonders wegen der Gewürze gehe ich gerne in den Asialaden!


Dienstag
M und ich nehmen unser Essen immer mit ins Büro. Meistens bereiten wir das Essen am Vorabend vor - entweder Reste des Abendessens oder etwas Schnelles, so wie Natur-Reis mit Hummus und Gemüse.


Mittwoch
Date Night! Bei Organic Pizza in Salzburg ist die vegane Pizza wirklich ein Gedicht. Anschließend haben wir uns endlich Jurassic World angesehen: Wer genau zuhört, kann Parallelen zu unseren Zoos erkennen, auch im Film wird nicht gerade rücksichtsvoll mit Lebewesen umgegangen. "We made them, we own them" - dieser Satz könnte auch Tiger, Löwen oder Elefanten in Zoos beschreiben.


Donnerstag
Nudelsalat mit Erdnussdressing! M ist ja bei Erdnussbutter etwas skeptisch, aber dieser Salat ist schnell in seinem Bäuchlein verschwunden. Außerdem passt auch der rohe Brokkoli perfekt in den Salat. Und mit dem Gemüse, der Erdnussbutter und Sesamsamen ist der Salat eine richtige Nährstoff-Bombe! 


Freitag
Mit einer lieben Freundin habe ich mich bei Front Food getroffen, und wir haben beide den veganen Schnitzelburger gegessen. Schon früher, als wir als Teenager zu McDonald's gegangen sind, bestellten wir immer den gleichen Burger - jetzt essen wir beide kein Fleisch mehr und haben trotzdem noch den gleichen Geschmack!


Samstag
Vom Herrn Papa wurde ich zum Essen ausgeführt - es ging ins Fu Cheng Noodlehouse. Es gab knusprige vegane Ente mit Pflaumensauce und gebratenenen Nudeln. Yummie!


Sonntag
Da meine Eltern auch vegetarisch und großteils vegan leben, ist es immer besonders angenehm, bei ihnen zu essen... Papa zauberte veganen Schinken-Käse-Toast (der nicht so dunkel war, wie er hier aussieht) mit Salat.



18. Juni 2015

Interview mit Dirk von Vegan Travel


Wer meine Berichte über die veganen Flusskreuzfahrten gelesen hat (hier und hier), der weiß, wie toll, unterhaltsam, abwechslungsreich und vor allem köstlich so ein Urlaub sein kann! Vielleicht habt ihr euch aber auch gefragt, wie man eigentlich auf die Idee kommt, gerade eine Flusskreuzfahrt zu veganisieren - ich zumindest habe mir von Anfang an diese Frage gestellt. Zum Glück gibt es jemanden, der mir Antworten liefern konnte: Dirk Bocklage, Mastermind hinter den veganen Flusskreuzfahrten. Wer Dirk noch nicht begegnet ist: Er ist derjenige, der immer ein Ohr, ein Lächeln und ein paar nette Worte für alle hat, egal, wie viel gerade los ist. Dirk ist das Herz der veganen Kreuzfahrt und buchstäblich von morgens bis abends unterwegs, ohne, dass ihm jemals die gute Laune ausgehen würde. Auf der letzten Reise habe ich mir Dirk für ein paar Momente zur Seite genommen und ihm meine brennendsten Fragen gestellt.

Dirk mal wieder in Action!

Lieber Dirk,  vielen Dank für deine Zeit! Meine erste Frage ist, wer steckt denn hinter der Organisation der veganen Flusskreuzfahrt?
Dirk: Ich kümmere mich um die Organisation der veganen Flusskreuzfahrt mit meiner Firma "Vegan Travel", und gemeinsam mit Kristina und Gerrit von Untervegs stellen wir dann auch das vegane Essen an Bord auf die Beine. Gerrit und ich kennen uns schon sehr lange - unsere Eltern sind sogar schon ewig gemeinsam im selben Kegelclub! Durch diese Freundschaft mit Gerrit ist dann auch die Idee der veganen Flusskreuzfahrt entstanden.
Doch leider muss ich hier anmerken, dass Gerrit und Kristina von Untervegs aus Zeitgründen keine Möglichkeit mehr haben, die nächsten Reisen zu begleiten. Die beiden gehen jetzt schon am Stock mit ihrem kleinen Bistro, auch pflegen sie Kristina’s Mutter… es ist sehr schade, dass die beiden nicht mehr mit an Bord sind, aber natürlich geht es weiter. (lacht)

Das bringt mich gleich zu meiner nächsten Frage: Warum gerade eine vegane Flusskreuzfahrt?
Dirk: Ich habe festgestellt, dass es recht wenig Angebot für vegane Reisen gibt, gerade in Europa. Da ich bereits viel Erfahrung mit Kreuzfahrten habe durch meine Arbeit bei Kreuzfahrthammer, kam die Idee für diesen veganen Urlaub auf Flüssen auf, auch um das angestaubte Image der Flusskreuzfahrten aufzupolieren. Wenn ich etwas mache, dann will ich es komplett machen - da war es mir auch wichtig, eine rein vegane Kreuzfahrt anbieten zu können. Man möchte dann ja auch nicht den Tischnachbarn mit ihrem Steak zusehen müssen. Da größere Schiffe (Anmerkung: Hochsee) eben viel mehr Gäste haben, war der kleinere Rahmen der veganen Flusskreuzfahrt für uns ideal. Das Image der Flusskreuzfahrt ist wie gesagt etwas angestaubt, viele denken dabei an ältere Leute - aber wir zeigen, dass bei uns das Publikum sehr gemischt ist und auch viele junge Leute mitmachen. 

Was sind die Herausforderungen einer veganen Flusskreuzfahrt?
Dirk: Unsere größte Herausforderung ist es nach wie vor, der Reederei zu beweisen, dass die Kosten des Essens nicht höher sind. Das sind oft Vorurteile, die die Reedereien haben - aber Gemüse ist ja wirklich nicht teurer, und um die Differenz für die Kosten des Fleisches, das bei uns wegfällt, kann man eben andere Produkute kaufen! Auch die Menüauswahl ist oft eine Herausforderung: Hier freuen wir uns sehr, wenn erste Menüvorschläge vom Chefkoch oder der Chefköchin kommen, und es dann um die Abstimmung und nicht um die komplette Vorgabe des Menüs geht. Prinzipiell sind die Reedereien aber durchaus an dem Konzept interessiert.
Die erste Kreuzfahrt war für uns außerdem ein Risiko - wir wussten nicht, ob das Schiff voll werden würde, und über ein riesiges Budget verfügen wir auch nicht. Unsere erste Flusskreuzfahrt am Rhein war dann aber schnell ausgebucht, was uns sehr gefreut hat!

Wie wird denn das Esssen an Bord zubereitet?
Dirk: Unser Konzept ist, dass wir zwei bis drei Kollegen mitbringen, die die vorhandene Crew beim veganen Kochen unterstützen. Die Chefköchin oder der Chefkoch muss aber Chef bleiben, das ist uns wichtig. Wir machen sozusagen die Beratung während der Kreuzfahrt und die Crew arbeitet in den gewohnten Strukturen. Wir hatten gerade bei dieser Fahrt durch Holland und Belgien sehr viele positive Rückmeldungen der Crew! Die Crew begrüßte uns mit einem lauten "We are ready for the vegan challenge!" Viele kochen sonst immer die gleichen Gerichte und freuten sich darüber, neue Rezepte auszuprobieren. Gerade bei der Crew aus dem asiatischen Raum wird ja auch in der Heimat oft sehr viel mit Gemüse gekocht - Erfahrungen, die sie bei unserer Kreuzfahrt einbauen konnten!

Was waren die besten und was die schwierigsten Situationen bisher?
Dirk: Der Abschluss der ersten Kreuzfahrt war ein Highlight - die fröhlichen Gesichter der Gäste zu sehen, das war schon toll. Ein kleines Mädchen erklärte uns freudestrahlend, dass das der schönste Urlaub bisher gewesen ist! Und schwierige Situationen... bei der ersten Kreuzfahrt ist der Bus für einen Ausflug woanders stehengeblieben, und wir mussten mit der ganzen Gruppe wieder in die andere Richtung laufen, das war ungeplant. Bei einem Ausflug wurde die Zeit etwas knapp - da fängt man schon an zu schwitzen! Manchmal unterschätzt man, wieviel Aufwand hinter der Organisation von so einer Reise steckt. Aber es war nichts dabei, das wir nicht hätten lösen können. Aus Fehlern lernen wir, schließlich sind wir alle nur Menschen.

Kreuzfahrten haben generell den Ruf, einen großen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Wie wird bei den veganen Flusskreuzfahrt auf die Umwelt geachtet?
Dirk: Zum einen sind die Schiffe für Flusskreuzfahrten nicht mit den großen Schiffen auf dem Meer zu vergleichen, es darf zum Beispiel kein Schweröl verwendet werden. Außerdem sind am Bord sehr hochwertige, sehr teure Wasseraufbereitungsanlagen, auch das hilft. Und wir achten auch bei der Planung darauf, neue Schiffe auszuwählen, die viel umweltfreundlicher sind und nach modernsten Umweltgesichtspunkten gebaut wurden. Ältere Schiffe wären deutlich günstiger zu haben, aber dieser Aspekt der Umweltfreundlichkeit ist uns einfach wichtig.

Wie ist das Feedback der Gäste und der Reederei?
Dirk: Bei unserer ersten Fahrt waren alle extrem zufrieden, auch der Hotelmanager des Schiffes. Wir hatten sogar den größten Getränkekonsum bisher (lacht)! Wir bekamen tolles Feedback von unseren Gästen. Zu 100% reibungslos kann so eine Fahrt natürlich nie verlaufen, aber es waren eher Kleinigkeiten, die wir immer wieder verbessern werden.

Was soll in der Zukunft passieren?
Dirk: Unsere nächste Fahrt ist ja im Sommer, da sind bereits viele Kabinen gebucht. Zu Silvester gibt es auch eine tolle Fahrt. Und für 2016 haben wir Pläne, durch Frankreich zu fahren, da gibt es sehr schöne Strecken.
Im Sommer werden wir erstmals Yoga-Kurse an Bord anbieten. Da die Landschaft der Donau unbeschreiblich schön ist, passt das einfach. Ein Yoga-Magazin aus England rief mich an und  teilte mir mit, dass das die weltweit allererste vegane Yogakreuzfahrt auf einem Fluss ist. Gut zu wissen!
Außerdem wäre es in Zukunft schön, wenn wir bei den Menüs noch mehr Auswahl bieten könnten, also beispielsweise eine zweite Möglichkeit für den Hauptgang - momentan fehlen da aber noch Erfahrungswerte, um einschätzen zu können, wieviel von welchem Essen gerne bestellt wird. 
Für die Zukunft wird es auch weiterhin prominente Gäste an Bord geben, die Kochshows geben und Vorträge halten werden. Und wir möchten unsere internationale Präsenz noch weiter ausbauen: Schon jetzt haben wir internationale Gäste an Bord, aus den USA, England und Irland. Für uns ist natürlich auch Großbritannien ein interessanter Markt, da gibt es eine große vegane Community. 
Und: Wir würden gerne auch landbasierte Reisen anbieten, aber noch gibt es keine ganz konkreten Pläne.

Lieber Dirk, danke für das Interview und deine Zeit!



Wer jetzt richtig Lust bekommen hat auf die nächste vegane Flusskreuzfahrt - die findet auf der Donau von Budapest nach Passau statt (wer Budapest noch nicht gesehen hat, ich kann es nur empfehlen)! Das Schiff sieht wirklich luxuriös aus, es wird Yoga im Freien am Sonnendeck angeboten (nicht mal um die Matten muss man sich kümmern!) und natürlich wieder jede Menge veganes Essen. Ich denke, besser kann es im Sommer nicht sein, oder?

Habt ihr auch ein gespaltenes Verhältnis zu Silvester? Ich möchte zwar immer etwas Besonderes unternehmen, aber mich in überfüllten Bars nach dem dritten Tequila-Shot leicht unwohl fühlen, ist auch nicht das, was ich mir an Silvester so wünsche. Wie wäre es mit einer veganen Kreuzfahrt? Die Silvester-Kreuzfahrt wurde uns bei der letzten Reise präsentiert und ich konnte nur daran denken, wie toll sich das alles anhört. Es geht von Passau nach Budapest, und es gibt alles, was man sich für so eine Reise nur wünschen kann: Ein wunderschönes Schiff, zwei verschiedene Restaurants und ein Café mit Leckereien, Silvesterparty und Neujahrsbrunch und das Beste ist - es ist wirklich alles inklusive, auch die Getränke, Internet und die Rückfahrt von Budapest nach Passau oder München! Luxuriöser und angenehmer kann man wohl kaum ins Jahr 2016 starten!

14. Juni 2015

Meine vegane Woche - 8. - 14. Juni


Montag
Ich bin ja keine große Freundin von Temperaturen über 25 Grad. Mir ist schnell zu heiß, die pralle Sonne vertrage ich nicht gut und schwitzen tue ich leider auch nicht in sexy Perlen auf dem Dekolleté, sondern in eher großflächig und in Strömen. Darum war die kurze Abkühlung am Montag sehr willkommen - und ich habe gleich mal eine unserer Lieblingssuppen gekocht. 


Dienstag
Gelegentlich trinke ich gerne ein Gläschen Wein, und diese Woche hatte ich große Lust auf Rotwein. Im Globus (große deutsche Supermarktkette) fand ich diesen feinen Bio-Wein, sogar mit veganem Label - und um 4 € ein richtiges Schnäppchen.


Mittwoch
Wo wir schon beim Shoppen sind: Im Interspar habe ich diese veganen B12-Tabletten gefunden, sogar mit Vegan-Siegel. Vergesst bitte nicht auf die Supplementierung mit B12, denn all die Geschichten über B12 in Algen und Sauerkraut sind wissenschaftlich nicht belegt. Better be safe than sorry!


Donnerstag
Hier ein Geständnis: Ich kann Bananen nur essen, wenn sie gelb bis fast grün sind. Vor den reifen Bananen mit braunen Pünktchen ekelt mir, alleine der Geruch dreht mir den Magen um - die können maximal in Smoothies verarbeitet werden. Darum war ich sehr glücklich, als ich im Bio-Markt perfekte gelbe Bananen ohne braune Stellen oder Pünktchen gefunden habe. Sie durften in einem Körbchen hinter meinem Sitz dann mit mir auf dem Rad heimfahren - und daheim stellte ich fest, dass ich sie gequetscht habe. Mit meinem Hintern. Also musste ich die Bananen mit meinem Po-Abdruck doch wieder in Smoothies verwenden.


Freitag
M und ich waren beim Inder: Aloo Matar (Kartoffeln und Erbsen in Tomatensauce) und Chana Masala (Kichererbsen in würziger Sauce) - ein Gedicht! Allen Salzburgern sei das Restaurant Taj Mahal wärmstens ans Herz gelegt, es gibt sogar eine eigene vegane Karte. 


Samstag
Royale Hochzeit! Aber ganz ehrlich, die besten Royals sind die britischen.. Macht nichts, dafür habe ich ja tolle vegane Kekse aus Schweden. 


Sonntag
Chia-Kokos-Pudding mit schneller Himbeersauce. Ein wunderbares und gesundes Dessert, das ich am Samstag-Abend vorbereitet habe und wir heute auch noch genießen!

11. Juni 2015

Veganer Wurstsalat & Jerky vom Vegourmet Veganversand

Wer den Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich ein großer Fan des Vegourmet Veganversands bin. Die Produkte schmecken einfach super, sie sind toll gewürzt, haben richtig Biss und schmecken dadurch wie früher (also in meiner pre-veganen grauen Vorzeit). Vor allem aber ist das Team hinter dem Vegourmet Veganversand sehr sympathisch, wer auf einer Messe schon mal die Gelegenheit hatte, mit ihnen zu plauden, der weiß, wovon ich spreche. Alf und seine Mitarbeiter stehen zu 110 % hinter der Sache, und sie sind auch über Veganismus hinaus um Nachhaltigkeit bemüht - beispielsweise benutzen sie in ihren Produkten kein Palmöl. 


Gelegentlich kosten M und ich uns durch die Köstlichkeiten, und ganz ehrlich, wenn die vegane Wurst erstmal im Kühlschrank liegt, bin ich nur damit beschäftigt, M von dort wegzuscheuchen - immerhin ist es schon mehr als einmal passiert, dass er "nur mal probieren" wollte, und die Wurst dann leise, still und heimlich scheibchenweise in M's Magen verschwunden ist, ohne dass ich auch nur ein Häppchen oder geschweige denn ein Rezept damit probieren konnte. Dieses Mal wurde die tolle Extrawurst aber gleich in einen herzhaften Nudelsalat verwandelt - und ich bin von der Extrawurst wirklich begeistert. Das ist ein großes Kompliment, denn mein Hauptnahrungsmittel als Teenager war Extrawurst (und Paprika-Chips und Twix - ja, ich bin trotzdem groß geworden. Irgendwie). Und die vegane Extrawurst ist nicht nur genauso köstlich wie ich sie in Erinnerung habe, sie kommt auch noch ganz ohne eklige und vormals lebendige Zutaten aus - und nein, ich habe mich nie wirklich gefragt, was in Tier-Extrawurst eigentlich genau drinnen ist und möchte es auch jetzt nicht so genau wissen.
Der Nudelsalat eignet sich perfekt als Beilage zum Grillen, oder  zu einer Brezen bei einem kühlen Bier oder sonstigen sommerlichen Aktivitäten!


Nudelsalat mit Extrawurst (für 3 - 4 Portionen)

200 Gramm Nudeln
30 Gramm Senf
2 EL Olivenöl
3 - 4 EL Essig
2 TL Agaven- oder Ahornsirup
60 ml Wasser (vom Kochwasser der Nudeln abgeschöpft)
1 roter Paprika, fein gewürfelt
80 Gramm Radieschen, fein gewürfelt
40 Gramm Frühlingszwiebel, in Scheibchen
220 Gramm vegane Extrawurst, gewürfelt
2 EL frischer Schnittlauch, fein gehackt
Salz
Pfeffer 

Nudeln nach Packungsanleitung kochen, kurz bevor die Nudeln fertig sind, etwas Kochwasser abschöpfen und beiseite stellen. Nudeln abschrecken.
Für das Dressing Senf, Olivenöl, Kochwasser, Agavensirup und etwas Salz gut verrühren. Paprika, Radieschen, Frühlingszwiebel, Extrawurst, Schnittlauch und Nudeln in eine große Schüssel und mit dem Dressing gut verrühren. Frischen Pfeffer darüber geben und zumindest 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.


Ein großer Hit im Hause M & C ist aber sicherlich auch das vegane Jerky - auch wenn ich das Original im Gegensatz zur Extrawurst gar nicht lecker fand. Jerky, wer es nicht kennt, ist eigentlich getrocknetes, stark gewürztes Fleisch, das man in den USA üblicherweise als "Snack" an Tankstellen kaufen kann. Und ja, es schmeckt genauso, wie es klingt - im besten Fall schmeckt man nur den starken Geschmack nach Salz und BBQ-Sauce, die meistens aber für den europäischen Gaumen auch viel zu süß ist. Ich habe einmal in meinem Leben Beef Jerky gegessen und verspürte nicht den Wunsch nach einem zweiten Bissen, und ein anderes Mal habe ich mich an veganes Jerky einer amerikanischen Firma gewagt - das war aber leider viel zu süß. Alf's Jerky ist aber wirklich einfach wunderbar: Etwas zäh im Biss und herrlich gewürzt. Da ist nichts zu süß oder zu salzig, es ist einfach genau richtig. Dieses vegane Jerky könnte ich wirklich einfach so essen, ich bräuchte gar nichts dazu, wer unbedingt eine Beilage braucht - frisches Brot und etwas Senf passt dazu, und auch im Wanderrucksack kommt es sicher gerne auf einen Ausflug mit. Fazit: Wer Jerky bisher eklig fand, der sollte unbedingt das Jerky vom Vegourmet Veganversand essen - auch ich bin bekehrt worden.



Die Produkte wurden mir vom Veganversand Vegourmet freundlicherweise zur Verfügung gestellt - danke! Und wie immer, liebe Leserinnen und Leser, würde ich euch absolut nichts vorstellen, was mir und M nicht geschmeckt hat!

7. Juni 2015

Meine vegane Woche 1. - 7. Juni

Montag
M und ich essen gerne Salat. M sogar noch lieber als ich! Er ist sogar ein richtiger Salattiger. Und da es die Woche ziemlich warm war, haben wir uns einer persönlichen Salat-Challenge gestellt: Montag, Dienstag und Mittwoch Salat zum Abendessen (das ist unsere Hauptmahlzeit). Wir haben durchgehalten und es war sehr köstlich! Der erste Tag begann mit einem großen Salat mit Gemüse, Avocado und Grilltofu. Mjam. Bonus: Unsere kleine Wohnung heizt sich nicht unnötig auf.


Dienstag
Passend zum Salat-Thema der Woche gab es zum Nachtisch Wassermelone am Balkon (den wir, zugegeben, mal putzen sollte, aber es gibt nur einige Dinge, die uns noch weniger interessieren als das). Lustigerweise hat mein Billa nebenan, bei dem man sonst nichts Anständiges außer Bier bekommt, die beste Wassermelone überhaupt!


Mittwoch
M und ich trinken unglaublich gerne Tee. Es kann draußen noch so heiß sein, eine Tasse Tee vor dem Schlafengehen geht immer - natürlich trinken wir ihn nicht brühheiß. Unsere Auswahl wechselt ständig, aber bei M geht Früchetee immer und ich trinke gerade gerne den Grüntee mit Cranberry. 


Donnerstag
Ein so langes Wochenende kann natürlich nur mit einem Teller voll Rührtofu, Baked Beans und Toast beginnen - wie sonst?


Freitag
Ich arbeite an einem neuen, noch ganz geheimen Projekt (gemein, oder?) und daraus sind diese köstlichen Chocolate Chip Orange Pancakes entstanden, die mich in mehreren Anläufen herausgefordert haben, bis ich mit Konsistenz, Aussehen und Geschmack zufrieden war. Jetzt aber - die perfekten veganen Pancakes!


Samstag
Als Foodbloggerin (und als klischeehaftes Mädchen) bin ich immer auf der Suche nach niedlichen Dingen, die meine Fotos aufhübschen. Bei American Heritage in Salzburg finden sich die schönen Mason Jars und gestreifte Strohhalme für Smoothies. Da ich ohnehin eine Schwäche für Americana habe, muss M mich meistens schultern und aus dem Geschäft tragen, damit ich nicht alles kaufe.


Sonntag
Wir waren endlich, endlich, endlich in meinem liebsten Restaurant, dem Green Garden, zum Brunchen! Und ich habe ja bisher immer sehr vom Brunch im Hotel Louis geschwärmt - aber ehrlich, das Louis kann einpacken gegen das Green Garden. Hier gibt es alles, was ich gerne esse: Vegane Ei-Mayonnaise, Quiche, Burger, Erdäpfelkas, Kräuteraufstrich, Oliventapenade, Pancakes, veganes Rührei, Pizza, Chia-Pudding, Porridge, French Toast, Schokomousse, Muffins und als M's persönliches Highlight - vegane Cronuts! Alles wirklich, wirklich gut, alles hausgemacht, und ich konnte nicht mal alles probieren, weil ich mich an meinen Favoriten dermaßen vollgestopft habe. Wer also kann, reserviert sich einen Tisch zum veganen Brunch im Green Garden, und zieht sich die elastischen Hosen an - ihr werdet sie brauchen.