7. Dezember 2011

Veganes Weihnachtsspecial: Weihnachtsmenü "Reise um die Welt"

 Das freundliche Weihnachtspferd

Wieher! Weiter geht's mit der veganen Weihnachtsreihe mit mir, dem (veganen) Weihnachtspferd. Ich darf euch nun das erste von zwei veganen Weihnachtsmenüs präsentieren, die sicher auch den skeptischen Onkel und die nörgelnde Oma zufriedenstellen werden. Beide Menüs sind vor allem leicht nachzukochen und mit Zutaten, die man auch im (Bio-)Supermarkt seines Vertrauens bekommt, was natürlich weniger Weihnachtsstress bedeutet. Auch wenn die Menüs vom traditionellen Menü mit Karpfen oder Truthahn abweichen - sie sind nicht weniger köstlich oder festlich. Warum sollte man also nicht eine neue, vegane Tradition beginnen?

Das erste Menü bietet eine kleine Reise um die Welt - wir beginnen in Amerika mit einem ganz klassischen Salat, besuchen Italien für die Hauptspeise und enden in Großbritannien für einen dekadenten Weihnachtskuchen. Viel Spaß beim Nachkochen!

 
Vorspeise: Cremiger Caesar’s Salat mit Croutons (für 2 Personen)

Ein amerikanischer Klassiker schmeckt vegan noch besser!

2 Stück Brot (z.B. Toastbrot)
100 Gramm Seidentofu
¼ TL Senf
2 EL Olivenöl
1 kleine Zehe Knoblauch, gepresst
1 TL Zitronensaft
3 TL Kapern aus dem Glas
2 TL Saft von den Kapern
¼ - ½ Häuptel Salat (z.B. Eisberg)
etwa Salz

Den Ofen auf 200 Grad einstellen. Das Brot darin ca. 8 Minuten sehr kross backen. Dann in Würfel schneiden. Die restlichen Zutaten (bis auf Salat und Salz) in einem Mixer sehr gut vermixen, bis ein cremiges Dressing entstanden ist. Den Salat waschen und klein schneiden. In einer Schüssel den Salat und das Dressing vermischen, ggf. etwas salzen. Das gewürfelte Brot unterheben und rasch servieren.


Hauptspeise: Festliches Risotto mit roter Beete (für 2 Personen)

Risotto ist nicht kompliziert in der Zubereitung, aber es benötigt ständiges Rühren. Dieses Risotto mit roter Beete schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch eine wunderschöne festliche Farbe.

650 ml kräftige, klare Gemüsesuppe
2 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
½ TL Senf
200 Gramm Risotto Reis
125 ml Weißwein
200 Gramm rote Bete (geschält, vorgegart, vakuumverpackt), gewürfelt
eine Prise Muskat, gerieben
optional: 2 EL veganer Käse, gerieben

Die Gemüsebrühe erhitzen und sehr heiß werden lassen. Zudecken und beiseite stellen. Das Öl in einem Topf erhitzen, darin die Zwiebel anbraten, bis sie sehr weich ist. Senf und Reis hinzufügen und mit dem Weißwein ablöschen. Rühren, bis der Reis den Wein aufgenommen hat. Dann die Gemüsesuppe schöpfkellenweise hinzufügen. Dabei immer rühren, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, erst dann die nächste Schöpfkelle hinzugeben. Achtung, Risotto brennt leicht an! Nach der Hälfte der Flüssigkeit die rote Bete hinzugeben, und dann weitermachen, bis die ganze Gemüsesuppe verbraucht ist, und der Reis weich, aber noch bissfest ist. Etwas Muskat hinzugeben. Das Risotto sofort servieren, mit je einem EL geriebenem veganen Käse bestreut.


Nachspeise: Chaotischer Weihnachtskuchen

Ein veganisiertes Rezept der britischen Köchin Nigella Lawson. Die Zubereitung hört sich etwas eigenartig an, aber dieses Dessert schmeckt wie aus einem Wintermärchen! Von diesem Kuchen können mehr als zwei Personen essen, er schmeckt aber auch am nächsten Tag noch sehr gut.

150 Gramm Mehl
100 Gramm weißer Zucker + 160 Gramm brauner Zucker
1 TL Backpulver
2 TL gemahlener Ingwer
2 TL Lebkuchengewürz
eine Prise Salz
125 ml Sojamilch
½ TL Apfelessig
60 ml Öl
¼ TL Vanilleextrakt (optional)
5 TL vegane Margarine
400 ml Wasser

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Eine runde, ofenfeste Glas- oder Keramikform gut einfetten (z.B. 24cm Durchmesser und mindestens 8 cm tief – eine ähnlich große eckige Form geht natürlich auch).
Das Wasser in einen Topf füllen und zum Kochen bringen, dann den Topf mit einem Deckel bedecken und beiseite stellen. 
Die Sojamilch mit dem Apfelessig mischen und einige Minuten stehen lassen.
In einer Schüssel Mehl mit 100 Gramm Zucker, Backpulver, 1 TL Ingwer, 1 TL Lebkuchengewürz, Sojamilch, Vanilleextrakt und Öl gut verrühren, und den Teig in die vorbereitete Form füllen. In einer zweiten Schüssel den braunen Zucker mit 1 TL Ingwer und 1 TL Lebkuchengewürz vermischen. Die Zuckermischung über den Teig streuen, die 5 TL Margarine gleichmäßig darauf verteilen und dann das heiße Wasser darüber leeren. Nicht mischen, nichts machen – einfach ab in den Ofen damit, wirklich! Denn durch das Wasser und den Zucker bildet sich eine wunderbare, weihnachtliche Sauce, und natürlich der saftige Kuchenteig. Bei 200 Grad ca. 35 Minuten backen (eventuell nach der Hälfte mit etwas Alufolie abdecken, wenn der Kuchen zu braun wird. Aus dem Ofen nehmen und ca. 20 Minuten abkühlen lassen. Zum Servieren etwas Kuchen in eine Schüssel geben und mit Sauce beträufeln. Dazu schmeckt vegane Sprühsahne oder veganes Vanilleeis.

Im nächsten Teil: Das Glücksmenü - veganes Essen, das garantiert glücklich macht!

Kommentare:

  1. Wow...das Risotto (aber auch die anderen Dinge) sehen total lecker aus...werde ich mit Sicherheit mal nachkochen :)
    LG

    AntwortenLöschen
  2. Hmmm sieht das lecker aus. Eine Frage habe ich jedoch, welche Sauce soll auf den Kuchen? Entsteht die beim backen?
    Ich muss jetzt einfach mal blöd fragen, weil mich dieser Weihnachtspudding sehr juckt :)
    Liebe Grüße
    Jess

    AntwortenLöschen
  3. @Jess: Das ist gar keine blöde Frage! Ich bessere es im Text nach. Der Kuchen ist nämlich meiner Meinung nach ein Wunder der Chemie. Durch den Zucker und das Wasser obendrauf bildet sich eine wunderbare, weihnachtliche Sauce, die aber dann nach unten sickert, weil der Kuchen durch das Backtriebmittel nach oben kommt. Faszinierend... Und du weißt ja, wenn es juckt, dann muss man kratzen (oder backen...) ;-)

    AntwortenLöschen
  4. Vielen lieben Dank! Das beantwortet natürlich die Frage :)
    Hmmm... ich glaub ich weiß was ich an Weihnachten backen werde...
    Liebe Grüße,
    Jess

    AntwortenLöschen
  5. klingt wirklich toll. aber nehme ich 5 tl margarine wie in der zutatenliste oder 6 wie im text? naja, kommt wahrscheinlich nicht drauf an. freu mich schon aufs ausprobieren, danke dir!

    AntwortenLöschen
  6. @silent_shopper: Danke für den Hinweis, es sollen 5 TL sein, ich habe es geändert. Adlerauge, such die Fehler... hach.

    AntwortenLöschen
  7. Ich hab den Chaotischen Weihnachtskuchen heute für meine Gäste als Dessert nachgebacken und er ist bei allen super angekommen. "Der schmeckt wie Weihnachten!" war ein Kommentar. Vielen Dank für das Rezept! :)

    AntwortenLöschen
  8. Für wie viele Personen ist der Kuchen gedacht?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Für 3 - 4 würde ich sagen, wenn man noch vegane Sahne dazu reicht!

      Löschen
  9. Kann man den Kuchen einige Stunden vorher vorbereiten oder sollte man diesen sofort servieren?

    AntwortenLöschen

Ich freue mich immer sehr, von Euch zu hören! Vorschläge, Ideen, Lob, eine andere Meinung (respektvoll, please) - immer her damit!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...