1. Februar 2017

Geniale Linsen-Burger (ohne Soja, ohne Fett)

M und ich lieben Burger! Tatsächlich sind wir aber in den letzten Jahren ziemlich anspruchsvoll geworden. Mich lockt nicht jeder dahergelaufene Burger hinter dem Ofen hervor. Oft sind Veggie-Burger zu trocken, zu geschmacklos, oder, seien wir mal ehrlich, einfach nur fettig. Pampe schmeckt nicht besser, wenn man sie ins heiße Fett wirft, sie liegt dann nur wie ein Stein im Magen. Kurz: Manche Veggie-Burger haben die Bezeichnung nicht verdient. Sorry.



Gelegentlich werden Burger auch als "Bratling" deklariert, und alleine bei dem Wort stellen sich mir schon die Haare auf. Ich finde das klingt furchtbar, wie "Setzling", wie etwas kleines Grünes, das sich aus dem Dreck bohrt, eben nichts, was ich gerne essen würde. Ich bin wirklich kein Fan dieses Worts! Um beide Probleme zu lösen, mache ich unsere Burger jetzt selbst - dann kann ich sie so würzen, wie sie uns schmecken, sie vollstopfen mit gesunden Zutaten und ich lasse auch noch das Fett weg. Die Grundlage sind braune Linsen, die herzhaft schmecken und die auch die Grundlage für meinen Linsenbraten in meinem Buch darstellen. Der Trick für die richtige Konsistenz bei den Burgern ist, sie im Ofen zu backen und dann komplett auskühlen zu lassen, dadurch werden sie fest. Aufwärmen kann man sie dann in der Pfanne oder wieder im Ofen oder auch am Grill (auf einer Grilltasse). Ich esse sie am liebsten in einem Burger-Brötchen mit Salat, Tomate, Zwiebel, Avocado und Ketchup. Auch kalt zur Jause, in etwas Senf gedippt, machen sie eine gute Figur! Außerdem werden meine Linsen-Burger natürlich als solche bezeichnet und keinesfalls als Bratling, da bin ich sehr streng.



Vegane Linsen-Burger (für 8 - 10 Stück)

1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL gemahlene Leinsamen
3 EL Wasser
480 Gramm abgetropfte brauen Linsen aus der Dose (etwa 2 Dosen) oder selbstgekocht
40 Gramm Haferflocken (Großblatt)
3 Zehen Knoblauch, gepresst
2 TL Oregano
1 TL Paprika
1 EL Tomatenmark
20 Gramm Vollkornbrösel (Paniermehl)
2 EL BBQ-Sauce (oder mehr Tomatenmark)
¼ TL Liquid Smoke (optional) (Flüssigrauch, aus dem Gewürzhandel oder großen Supermärkten)
Salz

Die Zwiebel in einer Pfanne in etwas Wasser oder Öl glasig dünsten. In der Zwischenzeit die Leinsamen mit dem Wasser verrühren und beiseite stellen. Die Linsen mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel fein stampfen. Dann alle Zutaten gut verrühren und mit Salz abschmecken.
Jeweils etwa 2 – 3 gehäufte EL der Masse zu einem Burger formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Burger dann 30 – 35 Minuten auf einer Seite bei 180 Grad backen, dann umdrehen und 15 Minuten auf der anderen Seite backen. Die Burger aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Wenn ihre Zeit gekommen ist, könnt ihr die Burger einfach in einer Pfanne aufwärmen.

Kommentare:

  1. Die sehen echt super genial aus, ich habe sie schon auf IG bei dir bestaunt und auf das Rezept gehofft!

    Liebst,
    Ulli

    AntwortenLöschen
  2. das hört sich mal mega gut an! seitdem ich in amerika war vermisse ich gute burger hier so sehr und wenn sie noch dazu vegan sind, ist das nur ein weiterer pluspunkt! ich schreib schon an der einkaufsliste, werde die gleich nächste woche nachkochen, vielen dank für's rezept :) wenn dir mal die ideen ausgehen, würd's mich freuen wenn du bei mir auf eatwholegreens.com vorbeischaust für mehr vegane leckereien!

    cheers, stäf | eatwholegreens.com

    AntwortenLöschen
  3. Klasse Rezept, einfach umsezzbar und man kann sich ohne schlechtes Gewissen den Bauch voll hauen��

    AntwortenLöschen

Ich freue mich immer sehr, von Euch zu hören! Vorschläge, Ideen, Lob, eine andere Meinung (respektvoll, please) - immer her damit!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...