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7. November 2016

Mein neues Buch - Weihnachten Vegan

Meine Lieben, die ersten Weihnachtsmärkte beginnen, die schönste Zeit des Jahres scharrt schon an unserer Türe - es wird Zeit, euch mein neuestes Baby vorzustellen! Ich präsentiere euch stolz "Weihnachten Vegan", das druckfrisch heuer im Kneipp-Verlag erschienen ist.


Apple Crisp als weihnachtliches Dessert

Ich war schon immer ein großer Weihnachtsfan, und mit diesem Buch habe ich mir einen noch größeren Wunsch erfüllt - mein ultimativer Guide für ein frohes und vor allem veganes Weihnachtsfest! Der Advent und die Weihnachtszeit waren stets meine liebste Zeit des Jahres und um ehrlich zu sein, hatte ich damals vor acht Jahren nach meinem Umstieg auf eine vegane Ernährung doch etwas Bedenken, wie sich diese besondere Zeit in Zukunft denn gestalten würde. Immerhin kommen dann viele der weihnachtlichen Gerichte nicht mehr in Frage! Aber ich darf euch verkünden, dass ich die schönste Zeit des Jahres nun sogar noch festlicher und bewusster begehe als vorher - die vegane Küche lässt einen wirklich nichts vermissen, und meine allerbesten Rezepte habe ich für euch in diesem Buch vereint. Wie immer wurden alle über 60 Rezepte von mir selbst entwickelt und getestet. Außerdem achte ich wie hier am Blog und bei meinem ersten Buch "Vegan für Naschkatzen" auf leicht erhältliche Zutaten und einfache Rezepte, damit euer Weihnachtsfest auf alle Fälle ein Erfolg wird!

 Steirische Bruschette als Vorspeise aus den Menüs

In fünf Kapiteln gebe ich euch alles in die Hand, was man zu Weihnachten so braucht - von festlichen Menüs über leckere Drinks zum weihnachtlichen Brunch hin zu Cookies und feinem Gebäck und sogar bis zu selbstgemachten Geschenken! Ich bin so stolz auf mein neuestes Werk und ich denke, dass man ihm meinen überbordenden Enthusiasmus für Weihnachten anmerkt. Aber nun ein wenig zum Inhalt, ja? Ihr wollt sicher wissen, was euch in meinem neuesten Buch so erwartet, nicht wahr?

 Linsenbraten mit Kartoffelpüree und cremigen Fisolen

Kapitel: Jetzt wird's festlich - veganes Weihnachtsessen
Hier erwarten euch festliche Menüs für den Heiligen Abend und die Weihnachtsfeiertage und ein "Casual"-Menü, bei dem sich jeder selbst bedient, so wie es meine Familie jedes Jahr genießt.

Suppen: Tomaten-Kokos-Süppchen, Erbsensuppe mit Basilikum, Pastinakensuppe mit Curry
Vorspeisen: Waldorfschiffchen, Caesar's Salat, Steirische Bruschette
Hauptgänge: Festlicher Linsenbraten mit Meerrettich-Kartoffel-Püree und cremigen Fisolen, Pasta mit Süßkartoffel-Alfredo und Pinienparmesan, winterliches Risotto mit knusprigem Räuchertofu
Desserts: Apple Crisp, Christmas Brownies, Spekulatius-Mousse
Weihnachten bei mir: Russischer Salat, Hummus-Pizza, Linsenbällchen in Tomatensauce, Rote-Rüben-Salat, Kräuterbutter

 Hummus-Pizza für das Casual-Weihnachtsmenü

Kapitel: In der Weihnachtsbäckerei - Kekse für die festliche Stimmung
Ihr könnt euch denken, welches mein Lieblingskapitel ist, nicht wahr? Wer liebt nicht zu Weihnachten das leckere Gebäck? Und ich schwöre euch, vegan schmeckt alles nochmal besser - wenn die Eier rausfliegen, dann kommen Vanille, Zimt & Co. erst richtig zur Geltung. Neben allerlei Keksen haben sich auch ein paar Cupcakes und Kuchen hier hereingeschwindelt, um die Adventjause noch süßer zu machen.

Linzeraugen, Vanillekipferl, Cashew-Cookies mit Schoko, Kokoskekse (wie Kokosbusserl!), Gewürzkekse, Preiselbeer-Cupcakes, White Christmas Cookies, Haferkekse, Peanutbutter-Cookies, Soft-Apple-Spice-Cookies, Chocolate Crinkles, Schoko-Maronen-Cupcakes, Snickerdoodles, Zimtsterne (glutenfrei!), Weihnachtliche Muffins

Rührtofu für den Brunch

Kapitel: Sei mein Gast - alles für den weihnachtlichen Brunch
Bei vielen hat sich mittlerweile ein gemütlicher Brunch eingebürgert, sei es zu den Feiertagen oder im Advent. Oft ist das viel entspannter (und manchmal sogar köstlicher!) als ein  mehrgängiges Menü.

Brötchen mit getrockneten Tomaten, schwedische Kartoffelpfanne, Rührtofu, Erdäpfelkas, veganer Thunfischaufstrich, Räuchertofuschnecken, Waffeln, Müsli-Bratäpfel, Chocolate-Chip-Orange-Pancakes, Zimtschnecken, Marzipankuchen, süßes Karottenbrot, Kokos-Chia-Pudding

 Räuchertofu-Schnecken für den Brunch

Kapitel: Nur für dich - weihnachtliche Geschenke
Ist es nicht viel schöner, etwas Selbstgemachtes zu verschenken als die ewigen Socken und Gutscheine? Das war meine Überlegung bei diesem Kapitel, und das Beste: Mit den Geschenken kann sicher jeder etwas anfangen, weil man sie einfach aufessen kann.

Kokos-Karamell-Sauce, Backmischung für vegane Muffins, Erdnuss-Quinoa-Riegel mit Schokolade, weihnachtliche Nüsse, Vanillezucker de luxe, Tacogewürz, Buckeys (Schoko-Erdnuss-Bälle), Body Scrub (den lieber nicht essen)

 Buckeyes als selbstgemachtes Geschenk

Kapitel: Hoch die Tassen - weihnachtliche Drinks
Zu Weihnachten gehören natürlich auch feierliche Getränke unbedingt dazu. Was wäre der Advent ohne Glühwein, Punsch oder eine heiße Schokolade? Selbst zubereitet schmeckt aber alles nochmal besser! Und neben allerlei alkoholfreien Getränken lässt sich auch ein leichter Damenschwips besonders festlich erreichen...

Heiße Schokolade, alkoholfreier Punsch, Glühwein, Chai, Tannenbaum-Smoothie, Süßkartoffel-Smoothie, veganer Baileys, Apple Cider, Cranberry Gin Tonic, veganer Eierpunsch

 Süßkartoffel-Alfredo mit Pinien-Parmesan

Seid ihr nun neugierig geworden? Möchtet ihr gerne einen Blick in das Buch werfen oder es jemanden unter den Weihnachtsbaum legen? Ich verlose zwei Exemplare des Buches hier am Blog! Schreibt mir hier einfach in die Kommentare, was ihr in der Weihnachtszeit besonders schön findet. Falls ihr kein Google-Konto habt, hinterlasst mir bitte eine E-Mail Adresse oder ein Synonym (z.B. euren Namen und euren Wohnort), damit euch ein eventueller Gewinn auch erreicht! Ihr habt Zeit bis zum 16.11., dann werden die Gewinner ausgelost. Wenn ihr möchtet, signiere ich euch auch gerne euer Exemplar. Viel Glück!
Das Los hat entschieden und die Gewinner wurden per E-Mail benachrichtigt. Danke an alle für's Mitmachen!

 Erdnuss-Quinoa-Riegel als selbstgemachtes Geschenk

3. Juli 2016

Urlaub in Kalivada - Disneyland & Universal Studios

Von San Francisco aus ging es für uns dann weiter Richtung Los Angeles auf dem schon fast legendären Highway 101, der mit atemberaubenden Aussichten unzählige Touristen lockt. Und unzählig ist das Stichwort: Wer sich vorstellt, lässig um die Kurven zu brausen und der vorbeizischenden Landschaft zuzuwinken, wird hier herb enttäuscht. Verkehrstechnisch ist der Highway 101 ein Alptraum, da man Stoßstange an Stoßstange mit tausenden anderen Touristen vor sich hin zuckelt (und ja, da waren nur Touristen). Sehr unsichere Autofahrer tasten sich mit 30 km/h voran, wo man eigentlich 80 fahren dürfte und man natürlich nicht überholen darf. Ich musste M daran erinnern, dass wir in einem Mietauto sitzen, um ihn davon abzuhalten, vom Lenkrad abzubeißen. Wir konnten die Landschaft sehr, sehr lange genießen, da wir für die Strecke Ewigkeiten gebraucht haben, und irgendwann war es dann auch nicht mehr ganz so schön, Schrittgeschwindigkeit zu fahren, wahllos zu bremsen oder wieder einem Menschen mit Selfie-Stick auszuweichen. Vielleicht ist es morgens oder an anderen Tagen am Highway 101 ruhiger (wir sind am Nachmittag unter der Woche gefahren), aber so würde ich diese Straße keinesfalls mehr fahren wollen, Aussicht hin oder her.




Komplett leer im Kopf haben wir dann in Santa Maria auf knapp halber Strecke halt gemacht und haben für eine Nacht im Holiday Inn Express eingecheckt. Das Hotel ist sauber, die Zimmer sind schön und ideal für die Durchreise, da es direkt neben dem Highway liegt. Einzig der Hunger hat uns  noch aus dem gemütlichen Bett gelockt, und da es in dem Ort wirklich fast nichts gab, hat es zu uns zum Fast Food-Restaurant Taco Bell verschlagen. Dort ist es relativ einfach, etwas Veganes zu bestellen, da man die Burritos, Tacos & Co. ganz nach Belieben bestellen kann. Daher gab es also Bean Burritos ohne Käse, dafür mit Reis und dazu Kartofferl mit Guacamole. Es hat geschmeckt - vor allem nach Junk Food. Mir war es etwas zu salzig, gleichzeitig war es fade. Aber es war essbar und hat uns satt gemacht. 


Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Los Angeles und in Santa Monica ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Essen bei Veggie Grill! Veggie Grill ist eine vegane Fast Food-Kette, die Burger, Sandwiches und Salate anbietet. Alles ist komplett vegan und richtig, richtig gut. Wir haben zwei Chicken Burgers (für M frittiert, für mich gegrillt) mit Pommes bestellt, außerdem eine Portion Mac 'n' Cheese. Die Burger waren ausgezeichnet, das vegane Hühnchen schmeckte super, auf beiden Burgern war Avocado und damit kann man ohnehin nichts falsch machen! Die Mac 'n' Cheese waren auch köstlich, noch besser waren sie mit einer ordentlichen Portion Sriracha (Chili-Sauce) gemischt. Bei Veggie Grill kann ich auch die Erdbeer-Limonade sehr empfehlen, die ist nicht von dieser Welt und erinnert an geschmolzenes Wassereis.




Unser Ziel in Los Angeles war Anaheim, und wer gut aufpasst auf diesem Blog, der weiß sicher, was wir dort gemacht haben: Genau, Disneyland besucht! Auch den Universal Studios Hollywood statteten wir einen Besuch ab. Übernachtet haben wir im Knights Inn Anaheim (ganz nahe am Disneyland Park), und ich kann dieses Motel nur empfehlen. Die Zimmer sind ganz modern und gemütlich gestaltet und kommen sogar ohne ekligen Teppichboden aus, es gibt einen Kühlschrank im Zimmer und es ist wesentlich günstiger als die Hotels von Disney, die, gelinde gesagt, bei den Preisen in Anaheim komplett plemplem sind. Einziger Wehrmutstropfen sind die recht dünnen Wände im Motel (ein generelles Problem der amerikanischen Leichtbau-Weise bei Gebäuden) und darum haben M und ich auch immer mit Oropax geschlafen.


In Anaheim waren wir an einem Abend bei PF Changs essen (mit dem Auto etwa 5 Minuten vom Hotel entfernt), einem asiatischen Restaurants, das viele Filialen in den USA hat. Online findet man eine vegane Karte, und M und ich haben gebratetenen Reis (ohne Eier) und ein cremiges Curry mit Gemüse und knusprigem Tofu bestellt. Wir würden jederzeit wieder zu PF Changs gehen, alles war ausgezeichnet, und die Portionen so groß, dass wir noch einen leckeren Mitternachtssnack daraus machen konnten.



Disneyland Resort
Im Disneyland Resort in Anaheim gibt es zwei Parks: Den klassischen Disneyland Park, die Mutter aller Themenparks, mit dem klassischen Dornröschen-Schloss, und den erst später erbauten Disney California Adventure Park, ein Tribut an das schöne Kalifornien. M und ich sind absolute Disney-Fans, und für uns war es etwas ganz Besonders, Disneyland zu besuchen; den Park, den Walt Disney noch selbst geplant und besucht hat. Disneyland wurde 1955 eröffnet und erfreut sich seitdem ungebrochener Beliebtheit. Damit kommen wir auch schon zum Nachteil: Disneyland ist in Kalifornien unglaublich gut besucht, spätestens am frühen Nachmittag sind die Menschenmassen so groß geworden, dass man ständig jemandem ausweichen mus. Im California Adventure Park ist es zwar etwas besser, aber doch noch voll genug. Obwohl ich Themenparks gewohnt bin, waren die vielen anderen Besucher gerade in der Hitze Kaliforniens gelegentlich eine ordentliche Belastungsprobe. Darum mein Tipp für euch: Wenn ihr in Los Angeles seid, gerne einen Themenpark besuchen wollt, aber dafür nicht mehr als einen Tag aufwenden wollt - geht lieber zu den Universal Studios Hollywood, wo es wesentlich ruhiger ist und man trotzdem einen aufregenden Tag mit tollen Attraktionen verbringen kann. Für einen Tag zahlt sich Disneyland nicht aus, da es wirklich zu voll ist. Für die beiden Disneyparks empfehle ich zumindest zwei Tage, am besten sind drei Tage, um die Parks in eurem Tempo zu entdecken und sich nicht nur bei Attraktionen anzustellen.




Nachwuchs in Disneyland... und Mitarbeiter sorgen dafür, dass die kleinen Entchen sicher von A nach B kommen.





Zum Glück hat Disney auch für uns vegane Mickymäuse, äh, Menschen, einiges zu bieten - obwohl man das Wort "vegan" selten sieht, gibt es doch in vielen Restaurants vegetarische Optionen, die von Haus aus vegan sind oder sich leicht veganisieren lassen. Eines unserer absoluten Highlights sind die Dole Whips, Ananas-Softeis, das nicht nur unglaublich gut ist, sondern auch komplett vegan ist! Ihr könnt den Dole Whip pur genießen oder als "Float" auf Ananassaft. Wie bei vielem bei Disney stellt man sich auch hier etwas an, aber die Wartezeit ist es absolut wert - wir haben Dole Whip sogar zum Frühstück gegessen. Den Dole Whip bekommt man ausschließlich im Adventureland im Disneyland Park.


Ein weiteres Lieblingsgericht ist das vegetarische Gumbo im New Orleans Square im Disneyland Park, das praktischerweise auch vegan ist. Gumbo ist ein Eintopf aus der kreolischen Küche, in diesem Fall mit Gemüse und Reis, und wird hier in einem Brottopf serviert, was so ziemlich die beste Idee überhaupt ist - man isst das Geschirr einfach auf! Auch hier haben wir mehrmals gegessen, weil es uns so gut geschmeckt hat.


Auch lecker ist der Veggie Burger im California Adventure Park im Smoke Jumper's Grill, hier ist es auch sehr nett, um draussen zu sitzen. Der Veggie Burger ist vegan (es wird ein fertiges Patty verwendet - dieses hier war vegan, allerdings scheint da öfter der Zuliefer zu wechseln, darum lohnt sich das Nachfragen sicher), und es gibt eine Topping-Bar, an der man sich seinen Burger mit Gusto reichlich belegen kann.


Im Disney California Adventure Park waren wir in der Wine Country Trattoria essen. Auch dort führt das Stichwort "vegan" zu einer eigenen Karte, auf der die veganen Optionen vermerkt sind. M bestellte die Spaghetti mit einer Sauce aus einer dreierlei Tomaten, ich Spaghetti algio e olio mit Tomaten und Broccoli. Alles hat uns ausgezeichnet geschmeckt, es war perfekt gewürzt.



Auch bei den Snacks gibt es reichlich Auswahl: Popcorn ist in Disneyland vegan, trotz seines buttrigen Dufts. Besonders niedlich sind die veganen Brezeln in Micky Maus Form - besonders gut schmecken sie zu einem kühlen Bier! Da wir jeden Tag über 30 Grad hatten, war uns eine Abkühlung immer recht, und das Erdbeereis am Stiel ist komplett vegan, sehr erfrischend und schmeckt super, besonders mit den gefrorenen Erdbeerstückchen. In Downtown Disney (die Vergnügungsmeile außerhalb der Parks mit Bars, Restaurants und Shops) findet man eine Filiale von Jamba Juice, die herrliche und gesunde Smoothies mixen.




Universal Studios Hollywood
Wir hatten einen Tag für den Universal Park eingeplant und hatten zuerst die Befürchtung, dass uns ähnliche Menschenmassen wie bei Disney erwarten würden. Tatsächlich war es aber ein sehr entspannter Tag in dem hübschen Park - ein Tag ist absolut ausreichend für Universal. Besonders gut hat mir die Studio Tour gefallen, bei der man das echte Film-Studio und zahlreiche Kulissen aus bekannten Filmen besucht. Außerdem bietet der Park eine tolle Aussicht über LA und die umliegende Gegend. Der Park ist nicht riesig, aber er bietet genug spannende Attraktionen aus bekannten Franchises, wie Jurassic Park, Transformers oder den Simpsons, und mein Highlight: Wizarding World of Harry Potter. Für jeden Fan von Harry Potter wirklich eine Offenbarung, hier gibt es Hogwarts und Hogsmeade zu bestaunen, und alles sieht genauso detailverliebt wie in den Filmen aus. Der Pumpkin Juice, der in Hogsmeasde verkauft wird, ist vegan und herrlich süß, mit vielen Gewürzen wie Zimt und Muskat. Auch das Pub Hog's Head Inn ist sehr gemütlich, und ich fand es schön, dass dort anstatt eines echten ein künstlicher Wildschwein-Kopf an der Wand hängt, der sich gelegentlich bewegt und die Gäste empört angrunzt.








Leider ist im Park selbst die Auswahl für Veganer sehr gering - abgesehen von Pommes und einigen Beilagen in der Wizarding World of Harry Potter gibt es dort kaum etwas. Zum Glück befindet sich direkt vor dem Park der City Walk mit zahlreichen Restaurants. Neben Jamba Juice (den Smoothie-Mixern) findet man dort auch eine Filiale von Blaze Pizza. Bei Blaze Pizza kann man sich die Pizza selbst zusammenstellen lassen und das Beste: Der Teig und die Tomatensauce sind vegan und es gibt veganen Käse! Wir haben dort Mittag- und Abendessen verbracht, weil es uns so gut geschmeckt hat. Die Sauce ist würzig, der Boden knusprig und der vegane Käse das Tüpfelchen auf dem i.

Meine Pizza...

 ... und M's Pizza - ohne veganen Käse, da er den nicht gerne isst.

Und im letzten Teil nehme ich euch mit nach Hollywood & Palm Springs!

27. Juni 2016

Urlaub in Kalivada - Lake Tahoe & San Francisco

Lake Tahoe
Weiter ging es von Bishop nach Lake Tahoe (Teil I der Reise könnt ihr hier nachlesen). Lake Tahoe ist im Winter ein beliebter Ort für Schisport, aber auch sonst ist ein Abstecher hierher lohnend: Die Landschaft mit dem riesige See ist ausgesprochen sehenswert. Lake Tahoe ist geteilt in den kalifornischen und nevadischen Teil. Während auf der kalifornischen Seite ein edles Schidorf mit Restaurants, Bars und der Gondelbahn lockt, befinden sich auf der nevadischen Seite – richtig geraten – die Casinos. Wir kamen im Hard Rock Hotel & Casino unter (ich habe ja gesagt, wir sind Hard Rock Fans), und während das Gebäude alt ist, hat es doch Charme: Immerhin hat Elvis himself hier schon Auftritte absolviert. Die Zimmer sind renoviert und sehr gemütlich, mit einer tollen Aussicht auf die umliegende Natur. Auch wenn man in Lake Tahoe nicht schifährt, so ist ein Bummel durch die Ferienanlagen und ein Spaziergang am See die Reise wirklich wert.





Gegessen haben wir im rein veganen Cafe Simple Bliss Cafe, einem hübschen kleinen Cafe, das auf Bio-Zutaten spezialisiert ist. M bestellt das Sandwich mit Cashewkäse und Avocado, ich habe mich für das Reis-Bohnen-Gericht mit Cashewsauce entschieden. Alles hat gut geschmeckt, einzig die Portionen hätten um das Geld deutlich größer sein dürfen.  Trotzdem ist es eine Oase in dem doch sehr stark von üppigem Essen geprägten Restaurants rund um Lake Tahoe.



Zum Abendessen waren wir in der Stateline Brewery, die neben einem veganen Burger (samt veganer Mayo!) auch leckeren Edamame-Hummus mit Gemüsesticks und Pitabrot als Vorspeisenteller anbieten. Es hat alles toll geschmeckt – nur haben wir viel zu viel Essen bestellt. Wie schön, dass die Amerikaner alles so bereitwillig einpacken, so hat man einen Mitternachtssnack, auf den man sich freuen kann.



Berkeley
Von Lake Tahoe ging es dann schließlich weiter nach Berkeley. Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass M und ich einen kleinen, pardon, Vogel mit Disney haben, und so wollte M gerne das Tor zu den Pixar Animation Studios sehen. Und ja, wir haben nur das Tor angegafft.


Danach gab es bei in Berkeley etwas, auf das ich mich sehr lange gefreut habe: Cinnaholic verkauft ausschließlich vegane, frisch gebackene Zimtschnecken, die man sich mit allerlei verrückten Frostings und Toppings belegen kann. Obwohl ich da eher konservativ war und unsere Schnecken nur mit Vanillefrosting und veganen Creamcheese-Frosting mit Heidelbeeren bestreichen ließ, waren die Zimtschnecken wirklich eine absolute Wucht.


Danach haben wir noch einen Spaziergang durch die Uni in Berkeley gemacht, der Campus ist sehr idyllisch angelegt mit den für Kalifornien typischen Redwood Trees und gepflegten Grünflächen. Und ich wurde sogar für eine Studentin gehalten (ich erwähne das nur, da ich jetzt in das Alter komme, in dem man sich darüber freut). Berkeley ist ein wirklich hübsches Städtchen mit ganz vielen tollen Restaurants und Shops, das ich nur empfehlen kann!



San Francisco
Nach Berkeley ging es weiter nach San Francisco. Auf diese Stadt haben M und ich uns ganz besonders gefreut, haben uns doch so viele Bekannte davon vorgeschwärmt. Unsere Erwartungen waren fast übersteigert, und es kam, wie es kommen musste – wir wurden enttäuscht. Zweifelsohne hat San Francisco wunderschöne Ecken, alleine an der Aussicht und Parks rund um die Golden Gate Bridge könnte ich mich stundenlang erfreuen, Alcatraz ist ein absolutes Highlight und auch sonst gibt es viele schöne Gegenden (in denen es aber wiederum meist wenig zu tun gibt, da es oft Wohngegenden sind).
Leider sind gerade die Attraktionen, die in Reiseführern immer so angepriesen werden, gar nicht unser Geschmack, weil sie extrem touristisch sind, zu einem Grad, an dem man fast keine Einheimischen mehr dort sieht  - das beste Beispiel ist Fisherman’s Wharf, das fast nur aus Franchise-Restaurants und überteuerten Souvenir-Geschäften besteht.
Außerdem hat San Francisco ein enormes Problem mit Obdachlosen. Man sieht sie fast überall, alleine, in Gruppen, teilweise sind kleine Zeltstädte aufgebaut, und an manchen Ecken muss man über Matratzen oder sonstige Schlafgelegenheiten steigen, um den Weg fortzusetzen. Es sind nicht die Obdachlosen an sich, die mich stören. Uns hat nie jemand persönlich angesprochen, allerdings war auffällig, dass einige Obdachlose unter akuten psychischen Störungen litten, hinzu kommen offener Drogenkonsum und menschliche Ausscheidungen, die einen Spaziergang durch die Stadt natürlich nicht gerade schöner machen. Was mich schockiert, ist besonders, wie mit dem Elend umgegangen wird, denn es scheint, als würde nicht sehr viel getan. Und ich habe mir das Ausmaß an Armut nicht eingebildet: San Francisco hat nach New York City die meisten Obdachlosen pro Quadratkilometer. Der Unterschied ist nur, dass es in San Francisco weniger Programme (wie Notschlafstellen) und mehr permanent Obdachlose als in NYC gibt. In San Francisco ist durch die geringe Größe der Stadt die Dichte an Obdachlosen in manchen Gegenden enorm hoch. Ich habe es in keiner Stadt, in der ich bisher war, als so krass empfunden wie in San Francisco.
San Francisco hat uns also mit mehr gemischten Gefühlen zurückgelassen, es gibt Städte, die uns wesentlich besser gefallen. Ich würde die Stadt wieder besuchen, würde aber nicht extra einen Trip dorthin planen.




Wir waren natürlich nicht im Zoo... diese Seelöwen sind freiwillig in Fisherman's Wharf

Ein Highlight war für mich der Besuch von Alcatraz, der wirklich, wirklich toll war. Tickets kauft man dafür Wochen im Voraus, aber das zahlt sich aus. Die Gefängnisinsel ist toll gestaltet, es gibt ganz viel anzusehen und an Geschichte nachzuempfinden. Auch der Ausblick alleine von Alcatraz Richtung San Francisco ist einmalig. Unbedingte Empfehlung!





Sehr beeindruckt hat uns der Besuch des Presidio, einem ehemaligen Militärstützpunkt, der jetzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Parks beinhaltet. Besonders zu empfehlen ist der Besuch von Crissy Field, einem Park nahe der Golden Gate Bridge. Dort hat man einen perfekten Ausblick auf das Wahrzeichen und es ist wunderbar, am Strand zu spazieren. Wenige Meter davon entfernt ist der Palace of the Fine Arts, der wie aus einer anderen Welt wirkt - sehr beeindruckend! In der Nähe ist auch  das Walt Disney Family Museum, das wir natürlich besucht haben (das ist jetzt wenig überraschend, oder?). Vor dem Museum gab es großes Picknick in der Sonne, wo wir eine köstliche vegane Waffel verspeist haben.

 



Essen in San Francisco
Ganz in der Nähe unseres Hotels befand sich der Soma StrEATfoodPark, in dem Foodtrucks parken und man sich nach Gusto von einem Truck zum nächsten schlemmen kann. Das vegane Angebot ist riesig, von Burritos über Nudeltöpfe zu Empanadas und Burgern reicht hier die Auswahl. Unser Highlight war sicher Nono Burger, wo ich ohne Übertreibung den besten veganen Burger überhaupt verspeist habe. Das selbstgemachte Patty ist unglaublich lecker und würzig, dazu die cremige Sauce, karamelisierte Zwiebeln – ein Gedicht! Aber: Wie es halt mit Foodtrucks so ist, hier ist alles sehr wetterabhängig, und wenn das Geschäft nicht geht, wird auch mal eher an dem Tag zugesperrt.  Wir waren zwei Mal dort und konnten nur einmal bei Nono essen, dafür gab es dann Udon-Nudeln und Empanadas (mexikanische Teigtaschen) von einem anderen Stand.



Lovinghut ist eine weltweite vegane Restaurantkette, die wir auch hier in Österreich haben - allerdings gibt es in San Francisco eine ganz besondere Filiale: In einer großen Shopping-Mall, etwas, das ich wirklich noch nie gesehen habe. Nach einem Bummel kann man vegan schlemmen, der Lovinghut hier ist eher vietnamesisch angehaucht. Ich habe den kalten Nudelsalat mit Sojafleisch, Salat, Reisnudeln, frischen Kräutern, Gemüse und würziger Brühe gegessen, das war ein Gedicht! Dazu gab es Frühlingsrollen.


Nahe unseres Hotels gab es eine Filiale von Trader Joe's. Trader Joe's ist ein wenig wie Hofer (Aldi), die Produkte sind billiger und es gibt viele Eigenmarken. Allerdings gibt es eine riesige vegane Auswahl und alle Produkte sind sehr hübsch und quietschig bunt verpackt - ein toller Laden! An einem Abend haben wir ein Picknick in unserem Hotelzimmer veranstaltet, und wir haben uns jeden Tag einen Wrap, Obst und Müsliriegel als Jause dort geholt. 



Hotels in San Francisco
San Francisco ist unglaublich teuer - wir haben es auch noch geschafft und waren an einem verlängerten Wochenende dort, wo die Preise erneut in die Höhe geschnellt sind. Wenn man noch mit Auto anreist, wird es nochmal teurer, ich habe Hotelzimmer gesehen, wo der Parkplatz das gekostet hätte, was ich bereit gewesen wäre, für ein komplettes Zimmer zu zahlen. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns dann für das San Francisco Inn und haben das nicht bereut. Dieses Motel hat einen Parkplatz dabei und ist für Duschen und Schlafen bei einer Städtereise absolut ausreichend. Die Zimmer sind nicht gerade neu, aber gepflegt und sauber, und der Inhaber ist sehr freundlich und immer für ein Pläuschen bereit. Und das Beste: Es reisst euch kein riesiges Loch in eure Reisekasse. Außerdem ist der Soma StrEATfood Park und Trader Joe's ganz in der Nähe, an der nahen Bushaltestelle bringt euch ein Bus überall hin.


Winchester House
Das Winchester House befindet sich etwa eine Stunde von San Francisco in San Josue. Wer das Haus nicht kennt: Es gehörte Sarah Winchester, der Schwiegertochter des Gründers der Winchester Waffe. Sarah war zwar stinkreich, aber hatte ein tragisches Schicksal: Zuerst starb ihr Baby und einige Jahre später auch noch ihr Mann. Aus Verzweiflung wandte sich die junge Witwe an ein Medium (das war damals im 19. Jahrhundert en vogue), und das verriet ihr, dass sie von den Geistern, die durch die Waffe zu Tode gekommen waren, verflucht wäre. Die einzige Lösung wäre, ein Haus für die Geister zu bauen und diese Bauarbeiten niemals einzustellen. Da Sarah jede Menge Pinkepinke hatte, nahm sie sich diese Botschaft zu Herzen und ließ an ihrem Haus 38 Jahre lang Tag und Nacht bauen - und ich meine buchstäblich Tag und Nacht. Das Resultat ist ein Monstrum von einem Haus mit über 160 Zimmern, wo immer wieder drangebaut, umgebaut und niedergerissen wurde. Sarah Winchester hielt jede Nacht eine Séance ab, um die Geister über Baupläne zu befragen, damit sie sie milde stimmen konnte. Gleichzeitig baute sie Fallen und Sackgassen in ihr Haus, um böse Geister zu verwirren. So entstanden Treppen, die nirgendwo hinführen, Fenster, die sich nicht öffnen lassen, Geheimgänge, und Türen, die aus dem zweiten Stock direkt ins Freie führen. Das Haus ist mit einem Wort: Bizarr. Da ich ein großer Halloween-Fan bin und alles mag, was gruselig ist, war das Winchester Haus mit seiner seltsamen Geschichte und exzentrischen Eigentümerin ein Pflichtpunkt für uns. Das Haus ist wunderschön, riesig und hat eine altehrwürdige Atmosphäre. Ich glaube nicht an Geister - aber in diesem Haus schwören einem die Angestellten, dass es spukt. Und für alle, die sich fragen: Ja, das Winchester House hat die Macher von Supernatural beeinflusst, ebenso wie den großen Stephen King.





 

Im nächsten Teil geht die Reise weiter - nach Los Angeles!
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