22. November 2014

Selbstgebackenes Sandwich-Brot, super-easy

Seit M und ich nun erfolgreich Mr. und Mrs. Totally Veg! sind, habe ich in meinem Kopf plötzlich wieder viel Platz. Unglaublich, über welche (und vor allem über wie viele) Dinge man sich vor so einer Hochzeit Gedanken macht. Um nur einige der Highlights zu nennen: 

Kommt Oma die Stiege im Standesamt rauf? (es gab einen Lift, duh) 
Woher bekommen wir 50 leere Marmeladengläser? (selbst gesammelt - uff)
Wird in meinem neuen Pass mein zweiter Vorname eingetragen? (nope)
Ist die Brauttafel länger als 10 Meter und sieht sie leer aus? (nein und nein)
Wird den Rotweintrinkern der Rotwein schmecken? (ja...)
Wie bedient man dies Musikanlage? (ähm... einschalten)
Wenn der Bus eine Panne hat (Unfall, Motorschaden, Asteroid), wie kommen wir zur Location? (ist nicht passiert)
Welche Kerzen brennen am schönsten? (wurde über mehrere Tage getestet - ja, wirklich)
Wieviele Paar Strümpfe muss ich mitnehmen? (eines, das an meinen Beinen)

Ihr seht, manche dieser Fragen waren wichtig, manche verzichtbar und manche einfach nur ziemlich verrückt - offensichtlich gehen Bräuten sehr seltsame Dinge durch den Kopf, und das auch noch über Monate. Jetzt, wo alles erfolgreich über die  Bühne gegangen ist, sind so wenig Gedanken in meinem Kopf, dass ich gelegentlich ein Echo höre. Ahhhh... selige Leere!
Jetzt habe ich wieder Zeit, mir das Köpfchen mit wichtigen Fragen zu füllen, allen voran natürlich: Was gibt's zu essen?


Ganz klassisch haben M und ich uns von den super-großzügigen Hochzeitsgeschenken eine neue Küchenmaschine gegönnt, die jetzt für uns rührt, knetet und raspelt. Da wir große Brotesser sind, musste natürlich gleich ein Brotrezept ausprobiert werden. Ich liebe frischgebackenes Brot und kaufe es oft im Supermarkt, nur um dann daheim etwas rätselnd auf das Etikett zu sehen - meistens ist überhaupt nicht ersichtlich, woher der Teig stammt. Und bevor ihr meint, das wird alles in der Supermarktfiliale zusammengerührt - leider legen alleine die Teiglinge schon ungemeine Strecken zurück, bevor sie im Backautomaten ums Eck landen. Darum habe ich mir schon länger vorgenommen, selbst Brot zu backen, und dieses Projekt endlich in Angriff genommen.


Ich weiß, viele meiner Landsleute schwören auf knuspriges, schweres Schwarzbrot, aber ganz ehrlich: Ich stehe auf weiches Brot. Mit leichter Kruste, drinnen flaumig-weich und mit viel Geschmack - dafür lasse ich jedes Krustenbrot stehen. Dieses Sandwich-Brot ist Stoff, aus dem meine Kohlenhydrat-Träume sind, und eignet sich perfekt für Sandwiches, zu Suppen oder Eintöpfen oder in Scheiben als Toastbrot. Und das Beste: Es ist wirklich nicht schwierig herzustellen.


Sandwich-Brot

130 Gramm Dinkelvollkornmehl
200 Gramm Weizenmehl, universal
1 EL Zucker
1/2 EL Trockenhefe
1/2 - 3/4 TL Salz
200 ml Wasser, lauwarm
1 1/2 EL Olivenöl

Mehl, Zucker, Hefe und Salz vermischen. Langsam Wasser und Öl hinzugeben und etwa fünf bis acht Minuten zu einem glatten Teig kneten - per Hand oder mit einer Küchenmaschine. Der Teig wird noch leicht klebrig sein. Den Teig in eine Schüssel geben, abdecken, und etwa 1 - 1 1/2 Stunden rasten lassen. Eine Brotbackform (30 cm lang) mit Backpapier auslegen. Den Teig wieder zusammendrücken und in vier etwa gleichgroße Bälle teilen. Die Bälle hintereinander in die Form setzen und erneut etwa eine halbe Stunde rasten lassen. Dann im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 30 - 40 Minuten backen, bis das Brot oben braun ist und es sich beim Klopfen hohl anhört. Kurz auskühlen lassen und genießen!!

Kommentare:

  1. Meine herzlichen Glückwünsche zur Hochzeit und alles Gute für euch!!!
    Das Brot sieht sehr lecker aus!!

    Liebe Grüße
    Jessi

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  2. Herzlichen Glückwunsch!
    Hat es einen besonderen Grund den Teig in vier Teile zu teilen?

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    1. Liebe Suki, durch die vier Teile bekommt das Brot die Form, die du auf den Bildern siehst - flaumige Hügel mit leichter Kruste. Außerdem reisst es sonst oben leicht auf. Probier es mal!

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    2. Danke dir! Werde ich mal ausprobieren :)

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  3. Danke Dir für dieses einfache Rezept! Erst war ich skeptisch weil mir die Mehlmenge so gering vorkam...aber es ist toll aufgegangen und total fluffig und lecker geworden. Das wird jetzt regelmässig gebacken :-)

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  4. Brot gestern ausprobiert und gebacken, heute komplett verspeist! Sehr lecker, wirklich, fabelhaft! Und gebacken ist es auch ruck-zuck. Wiedermal vielen lieben Dank!

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  5. Ich teste gerade Stück für Stück ein paar Rezepte von Deinem Blog. Hier war ich aufgrund der geringen Teigmenge und der Klebrigkeit des Teiges sehr skeptisch, aber auch bei mir hat es super funktioniert. Sehr lecker, einfach und lässt sich sicher noch variieren. Vielen Dank dafür!

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    1. Liebe Yogi AlleyCat, danke, das freut mich! Wir essen es immer wieder gerne mit verschiedenen Körndln drinnen.

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Ich freue mich immer sehr, von Euch zu hören! Vorschläge, Ideen, Lob, eine andere Meinung (respektvoll, please) - immer her damit!

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