20. Juni 2010

Neuer Post, neuer Look - und FAQ

Liebe LeserInnen,

Blogger überfordert mich teilweise mit den ganzen Updates, die so daherkommen - so viele neue Design-Optionen! Jedenfalls hat mein Baby (d.h. der Blog!) ein neues Outfit erhalten, hoffentlich gefällt es euch auch.
Und nachdem ich jetzt schon mit der Zeit gehe, habe ich auch einen Facebook "Gefällt mir"-Button hinzugefügt. Wenn euch also irgendein Post besonders gut gefällt, könnt ihr euren Freunden und Bekannten bei Facebook das zeigen - z.B. ob es in einer bestimmten Stadt tolles veganes Essen gibt, oder auch ein Post über ein Kuchen-Rezept (scheinbar ist der "Einfache Schokokuchen" ja besonders beliebt...). Vielleicht stoßen so auch ein paar Leute mehr auf diesen Blog, und bekommen einen Einblick in die vegane Lebensweise!
Und da wir gerade beim Thema sind, nicht alle LeserInnen dieses Blogs sind vegan. Ich finde es toll, dass ihr euch für vegane Küche und die vegane Lebensweise interessiert, und kann euch versichern, dass hier alle herzlich willkommen sind. Wenn ich mit Menschen "live" spreche (also im "richtigen Leben"), ist mir aufgefallen, dass sich viele Leute oft die gleichen Fragen über Veganismus stellen. Darum dachte ich, ich könnte hier die Gelegenheit nutzen, und einige dieser FAQ ("Frequently Asked Question") beantworten. Falls ihr übrigens Fragen habt (zum veganen Leben, zu Rezepten, oder einfach so), dann könnt ihr entweder einen Kommentar posten oder mich unter totallyveg@gmx.at erreichen. Ich würde mich freuen!
Und jetzt, Ladies und Gentlemen, beginnen wir mit unserem veganen Frage und Antwort-Spiel!


Frage: Ist Veganismus nicht total aufwändig?

Antwort: Ich kann verstehen, dass das von außen vielleicht so aussieht. Auch ich dachte früher, Veganismus beinhalte ein ganzes (und sehr dickes) Buch voller strenger Regeln, die unbedingt befolgt werden müssen, oder man wird aus dem veganen Clubhaus geworfen - kurzum, ein kompliziertes Leben voller Entbehrungen! Die Wahrheit sieht jedoch komplett anders aus. Veganismus bedeutet für mich (und auch für viele, viele andere VeganerInnen) einen Weg, das Leiden von Lebewesen so weit wie möglich zu reduzieren. Die Entscheidung, vegan zu werden, hat mein Leben grundlegend geändert: Mein Horizont wurde erweitert, mein Bewusstsein größer, mein Herz offener. Veganismus bedeutet für mich Lebensfreude pur - und damit ist Freude an jedem Lebewesen gemeint, sei es menschlich oder tierisch. Ich habe noch nie so gut gegessen, so viel Mitgefühl erlebt, soviel inneren Frieden verspürt - ganz zu schweigen von den positiven körperlichen Veränderungen. Genauso wie ich mich getäuscht hatte, als ich annahm, dass Veganismus ein Leben voller Entbehrungen bedeute, lag ich auch falsch mit meiner Meinung, dass Veganismus aufwendig sein. Ich gehe als Veganerin ganz normal einkaufen, so wie alle anderen Menschen auch. Manchmal in den Supermarkt, manchmal in den Bioladen. Ich koche daheim - manchmal gibt es aufwendige Sachen, für die ich ellenlange Rezepte genau befolge und im Schweiße meines Angesichts stundenlang im Topf herumrühre. Manchmal gibt es Spaghetti mit gekaufter Tomatensoße. Wie bei anderen auch. Ich gehe essen, so wie andere Leute auch: Indisch, Italienisch, Bagels, Sandwiches, Sushi, Salate, Kuchen - das sind die Dinge, die ich gerne esse. Ja, ich stelle manchmal ein paar Fragen über die Zutaten in Gerichten, aber ich wurde immer freundlich in Restaurants behandelt, viele Köche freuen sich sogar über eine kleine Abwechslung! Manchmal gehe ich in schicke Restaurants, manchmal kaufe ich mir nur eine Kleinigkeit zum Mitnehmen. Ich habe Freude am Essen (und am Leben), und empfinde mein Leben nicht als aufwendiger oder komplizierter als das von anderen. Veganismus ist meine Art zu leben, eine Gewohnheit, über die ich nicht groß nachdenken muss. Und genau das ist der Punkt! Vegan zu leben ist auch nur eine Gewohnheit, genauso wie Fleisch essen eine Gewohnheit ist. Und was ist das Gute an Gewohnheiten? Wir können sie durch andere ersetzen. Anfangs braucht man vielleicht ein bisschen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, sich zu erinnern, was man jetzt anders machen möchte, aber nach einer Zeit hat die neue Gewohnheit die alte ersetzt, und man denkt nicht mehr groß darüber nach - es ist einem in Fleisch und Blut übergegangen. Und genauso ist es auch mit Veganismus! Anfangs stolpert man ein bisschen, probiert neue Gerichte aus, erinnert sich daran, ein paar Zutatenlisten auf Lebensmitteln zu lesen, bestellt im Restaurant ein veganes Essen, beantwortet Fragen von Kollegen und Familie. Ehe man sich versieht, hat man sich an diese Dinge gewöhnt, sie wurden zur neuen Gewohnheit - Veganismus ist in Fleisch und Blut übergegangen. Und man kann sich nicht vorstellen, jemals anders gelebt zu haben!

To be continued...

Kommentare:

  1. Amen;-) Du drückst das immer so wunderbar einfach aus. Genau so und nicht anders.

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  2. Einfach nur schön, Claudia! Sowohl das neue Design als auch der Inhalt deines letzten Eintrags =)

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  3. hach ja, alle glauben veganismus würde die lebensmittelauswahl einschränken, aber mir hat es viele türen geöffnet, ich esse jetzt dinge, die ich früher nie gesehen/gebraucht habe. und ich kann deine aussage über die liebe zum leben und den inneren frieden nur unterschreiben. man ist der natur wieder einstück näher, man ist so gut wie zu hause :) find deinen text echt gut.

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Ich freue mich immer sehr, von Euch zu hören! Vorschläge, Ideen, Lob, eine andere Meinung (respektvoll, please) - immer her damit!

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