3. September 2012

Sparsam vegan - 10 Tipps für günstiges veganes Essen

Ein häufiges Argument gegen Veganismus ist, dass eine vegane Ernährung sehr viel teurer wäre als eine Ernährung aus Tierprodukten. Ich vermute, dass die Leute zu diese Schluss kommen, wenn sie im Bio-Markt vor dem Regal mit der veganen Wurst stehen, und diese um ein Hochhaus teurer ist als die Wurst aus Schweinchen Babe (dass dieser Preisunterschied auch dadurch zustande kommt, dass nicht-vegane Produkte oft massiv subventioniert werden und sie daher nicht den reellen Preis widerspiegeln, und dass ich gerne mein Geld in Firmen investiere, die vegane, tierfreundliche, klimafreundliche Produkte herstellen, diese Argumente werde ich mir hier nur fast verkneifen). 

Fakt ist: Eine vegane Ernährung ist nicht teurer, sie kann sogar günstiger sein als eine nicht-vegane. Fakt ist aber auch, dass wir VeganerInnen zum Hedonismus neigen, und uns gerne mit köstlichen veganen Produkten eindecken, die zwar hervorragend schmecken, aber nicht unbedingt notwendig sind - und das kann natürlich die  Geldbörse belasten. Darum: Heute besinnen wir uns darauf, wie man gut und günstig essen kann (und ich mich anhöre wie ein Kochbuch aus den 1950ern) -  10 Tipps für alle, die sparsam sein müssen oder wollen.


Listen für den Überblick
Schon Mama hat's gewusst: Einkaufslisten bringen es einfach - sie sparen uns Geld und wir lassen uns nicht hinreissen. Gleichzeitig sollte man auch schon beim Schreiben ein wenig den Kopf einschalten - was ist bereits da, woraus könnte man mit wenigen extra Zutaten noch eine leckere Mahlzeit kochen? Und bitte, geht nicht hungrig einkaufen, versprochen?

Ein bisschen Verstand
Manchmal helfen auch Listen nicht: Wir stehen im Bio-Supermarkt und wollen die fünfte Sorte Reis kaufen, oder ein Glas Feigensenf um sieben Euro, oder einen Multi-Pack an überteuerten Trockenfrüchten. Es könnte natürlich sein, dass ihr diese Dinge wirklich benötigt, aber trotzdem: Macht einen Schritt vom Regal zurück, stellt euch vor, dass ich euch tief in die Auge sehe und sagt mir, ob ihr dieses Produkt tatsächlich von eurem hart verdienten Geld kaufen möchtet. Manches wirkt dann tatsächlich weniger attraktiv.

Basics
Mahlzeiten, die aus Basics gekocht werden, sind günstiger: Hülsenfrüchte (aus der Dose oder getrocknet), Getreide und Getreideprodukte wie Nudeln, Reis, Couscous, Quinoa oder Hirse, Kartoffeln, Nüsse, Gemüse und Obst sind lecker, nahrhaft und günstig. Natürlich dürfen auch die gelegentlichen Vergnügungen wie vegane Trüffel-Schokolade oder veganer Käse nicht fehlen, aber wer sparsam leben möchte, der vertraut ganz auf die Klassiker.

Mach's dir selbst
Gekaufte Gewürzmischungen, Backmischungen, und Seitan aus dem Bio-Markt schmecken zwar gut, aber sie sind wesentlich teurer, als wenn ihr sie selber machen würdet. Schwierig ist das nicht - hier ist ein Rezept für selbstgemachten Seitan, hier eines für eine Tex-Mex-Gewürzmischung, und hier eine ganze Horde an veganen Kuchen, die euch am Sonntag erfreuen werden. Oft lassen sich größere Mengen sehr günstig herstellen und leicht aufbewahren oder einfrieren.


Planlos!?
Investiert am Wochenende einen kurzen Moment und schreibt euch auf, was es in der nächsten Woche zu essen geben soll. Ja, das klingt sehr hausmütterlich, hat aber nur Vorteile: Ihr kauft nicht zu viel ein, könnt Reste besser einplanen, und müsst nicht fünf Mal die Woche Nudeln mit Tomatensauce essen. Wenn euch das zuviel Aufwand ist, dann solltet ihr wenigstens am Vorabend wissen, was ihr am nächsten Tag essen möchtet.

Saisonal essen
Erdbeeren im Winter und Spargel im Herbst? Es gibt nichts, was es nicht gibt, aber das hat einen Preis. Saisonales Obst und Gemüse schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch günstiger. Wenn ihr nicht wisst, was in Saison ist, schaut, ob es aus der Region kommt (ein heißer Tipp) oder ergoogelt euch einen Saisonkalender.

Think Big 
Warum nur eine Portion kochen, wenn man auch zwei oder drei machen kann? Das ist keine Anleitung zum Übergewicht, sondern ein simpler Tipp: Kocht einfach mehr, und esst den Rest am nächsten Tag oder friert ihn ein. So habt ihr ein schnelles Mittag- oder Abendessen, das nur auf euch wartet, ihr spart Energie und es bleiben weniger Reste von Zutaten übrig, wie es oft bei kleinen Portionen der Fall ist.

Bist du immer noch da!?
Ein Rezept verlangt nach einer halben Dose Kokosmilch, ein anderes nach einer halben Paprika. Reste sind nervig, vor allem, wenn sie dann doch in den Abfall wandern. Doch es gibt einfache Lösungen: Ihr könnt die Menge des Rezepts verdoppeln, und so die Zutaten verbrauchen, ihr könnt andere Zutaten kaufen und die Reste so verkochen, oder ihr plant am Ende der Woche ein paar Reste-Mahlzeiten ein: Eintöpfe, Nudelgerichte oder Smoothies (für Obst und Pflanzenmilch) sind leckere Tummelplätze für eure Überbleibsel.


K.I.S.S.
Muss jede Mahlzeit fünf Gänge haben und flambiert werden? Keep it simple, stupid. Oft sind die einfachsten Gerichte auch die besten, und sie sparen euch Zeit und vor allem Geld, weil nicht hunderte Zutaten notwendig sind. Herzhafte Eintöpfe, Nudel- und Getreidepfannen mit viel Gemüse, Ofen-Kartoffeln in allen Variationen, und große Salate sind günstig und machen satt. Manchmal vergessen wir, wie tröstend eine einfache Suppe sein kann.

Eat @ home
Restaurant-Besuche sind eine tolle Sache, in die man gerne Geld investiert. Aber oft sind es die kleinen Dinge, die wir auswärts kaufen, die unser Budget belasten: Das Tofu-Sandwich im Bio-Markt, der große Soja Macchiato, die fade Gemüseplatte in der Mensa - Dinge, die wir leicht selbst machen könnten, wenn wir nur etwas vorausplanen. Ich achte beispielsweise darauf, mir mein Mittagessen in die Arbeit mitzunehmen - natürlich könnte ich etwas kaufen, aber selbstgemacht schmeckt es besser und spart natürlich Geld. Restaurant-Besuche heben wir uns für spezielle Gelegenheiten auf, und für Essen, das wirklich etwas besonderes ist.


Was sind eure Tipps für sparsames veganes Essen?

Kommentare:

  1. Hi,
    kann dir nur zustimmen, vegan heißt nicht gleich teurer. Aber manchmal muss es halt ein Becher BoojaBooja-Eis für 8,50 Euro sein. ;-)
    Ich sollte mehr den Punkt mit der Essensplanung berücksichtigen, das mache ich nämlich so gut wie nie. Werde mich diese Woche aber mal hinsetzen und mir was leckeres für die Woche überlegen.
    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. Deine Tipps finde ich alle gut und berücksichtige sie auch meist (okay, für die ganze Woche Essen planen werde ich wohl nie).

    Was ich sonst noch mache:
    Gemüse auf dem Wochenmarkt kaufen, kurz bevor dieser schließt, da gibt es dann nämlich meist große Rabatte.

    Von nicht verderblichen Lebensmitteln Großpackungen kaufen - wir holen uns immer mal einen 10kg Sack Reis im Asialaden.
    Überhaupt, exotische Zutaten - wenn man sie braucht! - bekommt man viel günstiger in entsprechend exotisch ausgerichteten Läden. Nur leider nicht in Bioqualität (aber wer wenig Geld hat, kann sich leider meist eh nicht leisten, 100% Bio zu kaufen).

    Selber ernten auch ohne Garten, es gibt viele Obstbäume neben Feldern, in Städten oder sonstwo, wo man umsonst Obst oder Nüsse pflücken kann. Momentan kann man also viele Pflaumen sammeln, bald auch Äpfel (die sich bei richtiger Lagerung mindestens bis Dezember halten). Verzeichnet sind viele Bäume, Sträucher und Co auf mundraub.org. Auch macht es Sinn, sich damit zu beschäftigen, welche Pflanzen man generell sammeln und essen kann. Im Sommer kommt man so ganz leicht an einen leckeren, frischen Salat für lau.

    Außerdem kann man auch schauen, besonders sättigende Mahzeiten zu essen, um Zwischenhungerattacken zu vermeiden. So eine kleine Schale Haferbrei macht locker 5h statt (und ist supergünstig), Cornflakes, die fast nur aus Zucker bestehen oder Weißbrot halten dagegen nicht lange vor.

    LG
    Liath

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  3. Das mit den Fleischpreisen könnte sich in den nächsten Jahren evebtuell ändern, wenn man die Rohstoffknappheit sieht. Dann wird Fleisch Luxusgut und einige werden gezwungen sein auf vegetarisch/vegane Lebensmittel umzusteigen.
    Danke für die vielen ausführlichen Tips.

    Liebe Grüße
    Nini

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  4. Super Tipps! Ich bin vor kurzem zu Hause ausgezogen und habe tatsächlich die meisten Tipps ganz instinktiv berücksichtigt. Für die nächste Woche habe ich jedenfalls schon einen kompletten Plan. :) Außerdem gucke ich immer Anfang der Woche, was der örtliche Supermarkt im Angebot hat, das hilft.
    Der Teller oben mit dem Gemüse ist übrigens super niedlich! Wo gibt es denn sowas tolles?

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  5. Dein fröhlicher Gemüseteller ist toll!

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  6. tolle tipps - denen habe ich nichts mehr hinzuzufügen! :)
    danke dir!

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  7. Hi,
    also ich lebe seit über 30 Jahren vegetarisch bzw seit 25 Jahren vegan (auch eine Rohkostphase von 3 Jahren gab es)und ICH persönlich brauche Omni-Ersatzprodukte nicht, im Gegenteil: die meisten ekeln mich, weil sie so echt schmecken (ja, doch ich erinnere mich noch gut an die Aromen).

    Nun habe ich aber 3 Kinder und die brauchen Schulbrote und schon steh ich vor dem Problem: was packe ich da immer drauf? Viele vegane Käse und Aufstriche mögen sie nicht (ich auch nicht) und meine selbstgemachten Versuche fand ich selber toll, aber meine Kinder eher weniger.
    Da ich leider aus gesundheitlichen Gründen seit einer Weile nicht arbeiten kann, ist das Geld sehr knapp.

    Gibts hier ein paar unteuere Vorschläge für Schulbrote? (und nein, die Zeit der Äpfelchen und Gurkenscheiben auf der Stulle sind leider vorbei *seufz*)

    Man kann vieles selber machen (KUchen, Aufstriche etc.) , aber man muss auch die zeit haben, ewig in der Küche zu stehen und zu kochen, rühren, brutzeln etc.

    So einfach ist das vegane Leben nämlich nicht.

    Meine Mutter ist ein absoluter Sparfuchs und heute 75. Wir mussten Zuhause auch immer auf die Preise achten. Meine Eltern sind auch seit 30 Jahren Veggies, waren auch vegan, aber sie fanden es sehr teuer (vor allem Brotaufstriche/Aufschnitte) und so kauft meine Mutter wieder Biokäse (gut, das ist das Einzige.) und sie achtet nicht penetrant auf die versteckten tierlichen Produkte.

    Also man kann es drehen, wie man will: wenn man Kinder hat, die nicht ewig Gemüseteller essen wollen, IST das vegane Leben schon teuer (ich muss aber auch zugeben, ich habe keinen Vergleich zum Omni-Leben, weil ich eben schon ewig Veggie bin)

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    2. ein ganz einfacher brotaufstrich ist z.b. alsan mit tomatenmark oder pürierten getrockneten tomaten in öl, ital. kräuter, salz pfeffer. alles verrühren fertig! in kleine gläser und becher und einfrieren. (ich ess das nicht jeden tag, sonst hab cih gleich die nase voll davon, deshalb wirklich kleine portionen machen! reste können immer in soucen rein) ist auch unendlich varrierbar (Kräuter"butter", Sauergurken"butter", Paprika"butter",...)
      auch ein toller aufstrich ist 1 Teil Alsan, 1 Teil Nussmus (oder gemahlene Nüsse) Agavendicksaft und Kakao nach geschmack.

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    3. mmh... wie wäre es, etwas anderes mitzugeben, wenn brotaufstriche nicht gut ankommen (und es gibt eigentlich eine uuuuunendliche palette an möglichkeiten, aufstriche herzustellen... ich mache meine oft aus resten vom vortag -nochmal aufkochen und eindicken lassen, evtl etwas mehl, öl drunter, nachwürzen, fertig...)
      Milchreis mit Früchten, hirse mit geraspelten möhren und erbsen.... oder einfach selber schnell ein pesto gemacht, schmeckt doch auch super aufs brot!

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  8. Ich kann da wirklich nur zustimmen, die vegane Ernährung ist nicht teurer, ich behaupte sogar, dass sie günstiger sein kann. Nur kostet es vielleicht etwas mehr Zeit, seine eigenen veganen Frikadellen oder eigene vegane Brotaufstriche zu machen, mit einem etwas besseren Zeitmanagment als ich habe kriegt man das bestimmt gut hin. ^^ (Ich selbst kaufe ab und zu schon mal einen Veggieaufschnitt oder Aufstrich, wobei ich sagen muss, dass mir viele davon nicht schmecken, weil sie oft zu heftig gewürzt sind und teils künstlich schmecken.)

    @Anonym über mir: Schau doch mal hier rein: http://vegancorner.wordpress.com ...diese Seite beschäftigt sich damit, wie man seine Familie vegan ernähren kann, v.a. auch wie man die Kinder ausgewogen ernährt. Es sind auch Anregungen für die Lunchboxen der Kinder mit Fotos auf der Seite. Finde ich sehr ansprechend! :)


    Noch ein paar Tipps, um Geld zu sparen:

    Den Wochenmarkt erst kurz vor Ende aufsuchen. Dort bekommt man dann alles Mögliche "hinterhergeworfen". Was ich alles schon für je 1 Euro bekommen habe: 4x Broccoli, 5x Avocado, 6x Paprika, 3x Bund grüner Spargel, 1x Riesenwassermelone, etc... vieles davon in sehr gutem Zustand, manches muss man natürlich etwas schneller verarbeiten und dann ggf. einfrieren. Bekommt man zu viel für den eigenen Bedarf, kann man auch einfach mit Familie, Freunden oder Nachbarn teilen.

    Was man natürlich auch machen kann ist eigene Wildkräuter, Früchte, usw. in der Natur sammeln (sofern man sich auskennt und keine fremden Bäume leerpflückt ;)). Vielleicht haben auch Verwandte und Bekannte in ihren Gärten zu viel Gemüse und Obst übrig und freuen sich auf Abnehmer.

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  9. Hey, deine Tipps beherzige ich meist ganz automatisch. Wenn ich koche und ein Mitbewohner nicht schon heimlich alles aufisst, habe ich am nächsten Tag immer noch eine ganze Mahlzeit und muss mich nicht erneut hinstellen. Rezepte mit sehr teuren Zutaten vermeide ich meist auch, es sei denn, ich muss Nicht-Vegetarier/Veganer überzeugen, dass es ganz besonders leckere Dinge gibt, die mit Tier nichts am Hut haben. Doch man muss auch einfach sagen, dass viele Alternativen tatsächlich günstiger sind, die mit Fleisch und Co. vergleichbar sind. So wird man mit einem Packen Räuchertofu auf dem Grill, verpackt in einigen Sandwiches mit Gemüse (Champignons, Salatblatt, Tomatenscheiben, Zwiebel usw.) garantiert billiger satt (und zufriedener, ohne Überfressenheit danach) als mit zwei Steaks und einer Bratwurst. Ein Packen Tofu im Discounter oder teilweise Supermarkt: 1,79 €. Da kann nicht mal die Qualwurst mithalten. Beim letzten Grillen habe ich viel Lob für meine Sandwiches von gestandenen Fleischessern gehört...aber teilweise kann man Leute, die aus Gewohnheit Fleisch mit Ketchup oder Senf (sonst eigentlich nichts) auf Partys essen, schon mit Knobi-Kartoffelecken mit Salat begeistern - die Abwechslung machts.

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  10. Du hast natürlich Recht, das unfairerweise Landwirtschaftsbetriebe mit Tierzucht zu stark subventioniert werden. Aber dennoch ist der "reele Preis" für mich der, den ich an der Kasse hinblättere - egal, wie sich der Betrag nun zusammensetzt.

    Vegane Ernährung ist nicht gerade billig. Das fängt beim Brotbelag an und hört bei Mayonnaise für den Kartoffelsalat auf, egal ob man die Mayo selbst macht oder im Reformhaus kauft. Als Veganer muss man viel selbst machen. Die Ersparnis aus dem Supermarkt steckt man dafür evtl. in Stromkosten oder - und das fällt meines Erachtens am meisten auf - in den Arbeitsaufwand.

    So manche Veganität ist im Supermarkt gar nicht zu bekommen (z. B. Schokoaufstrich à la Nutella, der NICHT aus Zartbitter-Schoki ist) und muss entweder im Reformhaus (die oft klein sind und ein entsprechend eingeschränktes Sortiment haben) kaufen oder im Internet bestellen, wobei man hier pro Bestellung schnell mal 6-7 € Versandkosten drauflegt.

    Ich würde so aus dem Stehgreif deshalb nicht behaupten, dass vegane Ernährung definitiv nicht teurer ist. Was auf alle Fälle teurer ist: Wenn man versucht, sich vegan wie ein Allesesser zu ernähren und ständig Ersatzprodukte wie veganes Fleisch, veganen Käse, Pflanzensahne usw. kauft. Die schlagen nämlich mit teils ungeheuerlichen Preisen zu Buche...

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    1. schokoaufstrich ist ja auch kein grundnahrungsmittel... - ich bin zwar als omni großgeworden, aber nutella gabs bei uns nie. wir wurden trotz tierproduktekonsums von unseren eltern vernünftig ernährt...

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    2. Wer redet den ausschließlich von Grundnahrungsmitteln?

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    3. Hallo,

      der billigste Schokoaufstrich von Spar Eigenmarke ist vegan. Ist billiger als Nutella.

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  11. Bei Reformhäusern bzw Bioläden (aber auch zum Teil in Supermärkten) werden oft bald ablaufende oder schon etwas Abgelaufene veg. Sachen -50% abverkauft da kann man auch oft super Schnäppchen machen und die Dinger halten trotz noch länger.

    Sich mit anderen zusammentun und so längerfristig Haltbare Sachen (Reis, Nudeln, Dosensachen usw) im Großßhandel in Großgebinden einkaufen und dann teilen.

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  12. Danke für die Tipps. Allgemein denke ich auch, dass veganes Leben nicht teuer oder gar teurer sein muss. Man muss ja nicht ständig irgendwelche Äquivalentprodukte anschleppen. Und selbst wenn, die sind häufig auch noch günstiger als die entsprechende Menge Fleisch in Bioqualität.
    Hier wird viel am Beispiel Brotaufstriche festgemacht. Etwas Alsan, eine aufgeschnittene Tomate oder Gurke und eine Prise Kräutersalz schmecken meiner Meinung nach besser als jeder überteuerte Brotaufstrich oder Kehse. Ansonsten kann man auch mit beispielsweise ein paar Sonnenblumenkernen, etwas Öl, Chili, Tomatenmark und Salz und Pfeffer (der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt) selbst einen leckren und günstigen Brotaustrich zusammenpürieren....
    Einen Tipp hätte ich noch zu ergänzen, der bezieht sich auf die regelmäßig im Kühlschrank stehenden halbvollen Kokosmilchdosen: in eine Einswüfelform gießen und einfrieren. Schon hat man perfekte Portionen, um Essen oder Getränke abzurunden.

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  13. Erstmal nur eine Frage: woher ist der tolle Teller mit dem Gemüse mit den Augen, das erste Bild hier in dem Beitrag? Der ist soooooooooo süß *-*

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  14. Wie immer tolle Tipps - Danke!
    Für alle, die beim Lebensmitteleinkauf Geld sparen wollen und was damit anfangen können: eine Möglichkeit qualitativ hochwertige Lebensmittel zu annehmbaren Preisen zu beziehen, sind Lebensmittelkooperativen.
    Dabei tun sich Gleichgesinnte zusammen und kaufen Lebensmittel (meist in Bioqualität) direkt beim Erzeuger und teilen die Produkte dann untereinander auf, durch den Wegfall der Zwischenhändler sind die Preise niedriger als im Supermarkt. Jede Kooperative hat ihre eigenen Regeln und Grundsätze, aber der Grundtenor ist bei allen ähnlich: regionale, saisonale Produkte direkt vom Erzeuger zu annehmbaren Preisen. Angeblich gibt es in Wien eine vegane Foodcoop (oder sie ist in Planung), für weitere Infos: http://foodcoops.at/

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  15. Da sind wirklich tolle Tipps bei! Als ich Vegetarier wurde, hab ich sehr gerne die Fertigprodukte gegessen, aber mittlerweile nehme ich Abstand davon. Da ist oft so viel Fett drin und jetzt, wo ich versuche mich vegan zu ernähren, kaufe ich sowas gar nicht mehr, weil es mir auch nicht schmeckt.

    Ich koche am liebsten mit Lebensmitteln, die man überall bekommt. Es nervt, wenn man in zig Supermärkte muss, weil man keine Sojasahne findet etc. :(

    Liebe Grüße
    Roxy

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  16. dachte immer, das sei selbstverständlich - aber hie und da merkt man im gespräch mit anderen (auch omnis), dass die etwas unbeholfen sind. insofern, super, dass das mal jemand niedergeschrieben hat! ;)

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  17. Liebe Leute,

    vielen Dank für die zahlreichen Kommentare, die schönen Tipps und die anregenden Diskussionen - keep it coming!

    Was ich aus euren Anmerkungen herausgelesen habe: Ich denke, wir können uns einig sein, dass eine vegane Ernährung, die auf Fertigprodukten beruhrt, um eine omnivore Lebensweise zu imitieren, wohl ziemlich teuer ist - zum Glück gibt es auch andere Wege, um schmackhaft satt zu werden.

    Und der Teller, der ist von Butlers, aber ich glaube, die gibt es leider nicht mehr!

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  18. vielen Danke .. Zum Thema, ich hoffe, mehr anzeigen .. :)

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  19. Ich finds nicht teurer als mit Fleisch, im Gegenteil! Und das Kochen ist eine Frage der Organisation, man muss eben wissen, was einem wichtiger ist und man muss sich halt entscheiden.Tofu kauf ich meist als genveränderungsfreie Bioware, und der ist trotzdem sehr günstig. Und wenn man je einmal pro Woche ein Hülsenfruchtgericht, eine schöne Suppe, sowas wie Spagetti mit Tomatensoße o.ä. spottbilliges und ein Resteessen kocht, kann man locker auch 1 besonders gutes Sonntagsessen und 2 andre feine Essen produzieren. Jeden Tag Luxusessen find ich langweilig, dann schmeckt mir das Besondere nicht besonders. Und fürs Brot fällt mir bis jetzt auch immer was ein, von eigenen Konfitüren wie seit vielen Jahren über hausgemachtes gelegentliches Luxusnutella, Guacamole für abends oder auch mal einen pikanten Brotaufstrich, ob selbstgemacht oder gekauft, oder Gemüsescheiben. Danke für die Tipps auch dazu weiter oben! Wurst-oder Käseersatz hab ich bis jetzt nicht gebraucht. Am Anfang waren Nussmuse etwas teurer in der Anschaffung, aber die isst man ja auch nicht ständig und halten wirklich ne Weile. Die Mischung von allem macht es jedenfalls,find ich. Mit etwas Fantasie und Kreativität macht das sogar allermeistens richtig Spaß, dann schmecken sogar einfachste Dinge sehr köstlich!

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  20. meine meinung zu dem thema? ja, veganismus IST teurer, sofern man nicht in ständigem verzicht leben will. nur weil ich vegan bin, will ich nicht alles selber kochen. nur weil ich vegan geworden bin, habe ich nicht plötzlich angefangen, mir meine brotaufstriche selber zu machen. oder aufgehört, milch zu trinken. oder aufgehört, hin und wieder was süßes zu kaufen. sojamilch ist teurer. sry, es ist nun mal so. und ja, fleischersatzprodukte schmecken mir sehr gut und ich bin mir nicht zu gut dazu. ich finde das komisch, wie veganer 'immer' über sie herziehen müssen. ich kann bewusst essen und trotzdem noch was anderes im kopf haben als meine ernährung.

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    1. Liebe/r Anonym, danke für deinen Kommentar - ich weiß zwar nicht, auf wen du deinen doch recht aggressiven Unterton beziehst, ich fühle mich dadurch aber nicht angesprochen. Immerhin sage ich nirgendwo auf dem Blog, dass man alles die ganze Zeit selber machen muss, und tue das auch nicht. Wer gerne mehr Geld in veganes Essen investiert - schön. Ich tue das auch gerne. Aber es gibt Leute, die können es sich nicht aussuchen, ob sie viel oder wenig Geld in eine vegane Ernährung investieren. Und da sind ein paar Ideen zum Sparen doch schön.

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    2. hi, sorry für die späte antwort,

      und nein nein - ist auf gar niemanden persönlich bezogen, und schon gar nicht auf dich. nur gibts viele veganer, die über das vegan - sein hinaus noch "eigenheiten" beim essen an den tag legen, und das sorgt dann für ein gewisses image der veganer bei den omnivoren. zb., dass wir veganer uns übermäßig viel mit essen beschäftigen würden. es ist ein schlechtes image, das die omnivoren erst recht davon abhält, sich genauer mit dem veganismus zu beschäftigen. das ist schade. vielleicht ists irgendwann mal so - veganer werden nicht mehr als (tw. auch gesundheits-)fanatiker gesehen, sondern es ist zumindest der vegetarismus totale selbstverständlichkeit.

      in einer solchen zeit, sollte sie je kommen, wär dann das fleisch luxusware, das tierische nutella die exotische spezialität um 5 euro aus dem spezialisierten fleisch/ei/käsefresserladen.

      und eins aber, ja. sauer macht mich das schon ganz leicht, wenn es immer wieder heißt, vegan essen sei doch billiger - zwar schon, aber nur, wenn man bereit ist, zeit zu investieren. (in unserer gesellschaft: zeit = geld. die zeit steht man eben in der küche). wenn ich billig und schnell zubereitbare sachen kaufe, machen die mich leider nicht satt.

      aber dein beitrag ist super ;).

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  21. Danke für den Beitrag! Der kommt genau richtig und endlich bin ich nicht mehr ganz so planlos! :-)) Mein Budget wird sich freuen! ;-)
    Nochmals herzlichen Dank für den tollen Beitrag! Teilweise liegt die Antwort ja doch so nah....

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Ich freue mich immer sehr, von Euch zu hören! Vorschläge, Ideen, Lob, eine andere Meinung (respektvoll, please) - immer her damit!

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