27. Mai 2013

Vegan Bake Sale Salzburg & Schokocupcakes mit Erdbeermousse

Diese Woche habe ich unglaubliche Lust auf Schokolade, Eis und Süßes. Als ich auf den Kalender sah, stellte ich mit Schrecken fest, dass der Mai an mir vorbeigeflogen ist, denn das letzte Mal, als mein innerer Naschtiger erwacht ist, ist bereits vier Wochen her. Alle weiblichen Leserinnen wissen nun vermutlich, worüber ich spreche, und wem das etwas zu viel Info über meine Körperfunktionen ist - ich habe nur eine Einleitung gesucht, um zu verdeutlichen, wie schnell der Mai vergangen ist, und ich höre auch schon auf damit (und übrigens ist das auch etwas ganz Natürliches, auch wenn man es vielleicht nicht immer in einem Atemzug mit veganen Cupcakes erwähnt hört). 

Unser Stand und die ersten Kundinnen und Kunden

 Nur ein Auswahl der Pracht - Schokocupakes mit Erdbeermousse, Streuselmuffins, Schokomuffins mit Sahne, Rhabarber-Bananen-Kuchen, Linzertorte, Karottenkuchen, Schokoladen-Kirsch-Kuchen...


 Freundlich lachen soll ja immer helfen...

Jedenfalls: Im Mai ist viel passiert, wie der Vegan Bake Sale Salzburg. Schon wie letztes Jahr habe ich auch heuer die Gelegenheit des Fairkehrten Festes genutzt, um vegane Kuchen zu backen und für einen guten Zweck zu verkaufen, denn alle Einnahmen wurden komplett an Tierrechtsorganisationen gespendet. Natürlich kann ich so eine Aktion nicht alleine stemmen, sondern ich habe mit meiner Ko-Organisatorin Silvia wirklich einen Glücksgriff gelandet: Sie bäckt nicht nur die besten und schönsten Kuchen, sondern die Zusammenarbeit mit ihr ist einfach relaxed und unkompliziert. Wir sind, wie M es ausdrückte, ein kongeniales Duo
Dank gebührt auch all den Leuten, die noch Kuchen und Muffins vorbeigebracht haben - für jede einzelne Kuchenspende waren wir sehr dankbar (und ich weiß aus sicherer Quelle, dass eine liebe Freundin sich extra für den Bake Sale an ihrem ersten veganen Kuchen versucht hat, der auf Anhieb gelungen ist - hurra!). Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wie bei einer Oscar-Rede anhöre, auch ohne M wäre es nicht gegangen, denn er schleppt nicht nur Kisten und stellt Zelte auf, sondern ist auch mit Abstand unser talentiertester Verkäufer - ein Veggie-Mann mit vielen Talenten.

Claudia und Silvia und der tolle Stand - let's rock!

Mit vereinten Kräften verkauften wir in eisiger Kälte einen Tag lang vegane Köstlichkeiten und nahmen dabei nicht nur über €600 an Spenden ein, sondern konnten auch zeigen, wie lecker und vielfältig vegane Mehlspeisen sein können. Viele Leute waren von der Kuchenpracht an unserem Stand fast magisch angezogen und übersahen anfangs, dass alles komplett ohne tierische Produkte auskam. Aber natürlich ließen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen, klärten alle über die veganen Kuchen auf, verteilten eine Menge an veganen Backheften und Infomaterial und lösten damit Staunen, Ungläubigkeit und einige erweiterte Horizonte aus. Hoffentlich geht an einigen dieser Horizonte bald eine vegane Sonne auf...

Zum Abschluss habe ich vom meinem persönlichen veganen Hotspot, dem Vitalbistro Leichtsinn, auch noch eine Kokosnuss gewonnen, die ich mir mit etwas Rum aufpeppen ließ - darum grinse ich auch noch so fröhlich, obwohl ich da schon den ganzen Tag am Stand gefroren habe und meine Füße nicht mehr spüre...

Damit ihr, liebe Leserinnen und Leser, auch etwas davon habt und nicht nur eure Bildschirme ablecken müsst, ich habe hier ein Rezept für Schokocupcakes mit Erdbeermousse. Die Cupcakes sind altbewährt saftig und schokoladig, das Erdbeermousse ist fruchtig, cremig und der Stoff, mit dem Badewannen gefüllt sein sollen. Gerade jetzt, wo es frische (Bio-)Erdbeeren gibt, ein perfektes Projekt für einen faulen Sonntag.

 So viele Köstlichkeiten, aber die rosaroten Bomben ganz vorne könnt ihr selbst ganz einfach nachbacken!

Schokocupcakes mit Erdbeermousse (für 12 Stück)

Für den Teig
200 Gramm Mehl
150 Gramm Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
30 Gramm Kakaopulver
1 Teelöffel Natron / Speisesoda
1/2 Teelöffel Salz
80 ml Öl
1 EL Essig, z.B. Apfelessig
250 ml Wasser

Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
Das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker, das Kakaopulver, das Natron und das Salz in einer Schüssel gut vermischen. Dann in der Mitte eine kleine Mulde formen, und dort hinein den Essig, das Öl, und das Wasser geben. Mit einem Löffel (nicht mit dem Handmixer) die Zutaten vorsichtig verrühren, nur so lange, bis sie vermischt sind. Gleichmäßig auf die Förmchen aufteilen, und etwa 12 - 15 Minuten backen, oder bis ein Zahnstocher, in die Mitte des Cupcakes gestochen, sauber wieder herauskommt.

Für die Creme (Achtung, muss vorbereitet werden!)
150 Gramm Soja-Joghurt, Erdbeer, über Nacht abgetropft*
4 TL Erdbeermarmelade
1 Packung vegane Schlagcreme, 300 ml (z. B. Cocos Whip von Soyatoo!)
120 Gramm Erdbeeren, gewaschen und trockengetupft
3 Packungen Sahnesteif

Die Erdbeeren mit einem Stabmixer pürieren. Die vegane Schlagcreme vorsichtig öffnen, dabei die Flüssigkeit vorsichtig ableeren und in eine große Schüssel geben. Erdbeermarmelade hinzugeben und mit einem Handmixer fluffig aufschlagen. Abgetropftes Soja-Joghurt, Erdbeerpüree und Sahnesteif
hinzugeben und noch einmal aufschlagen, dann etwa eine Stunde kühl stellen. 
 
Dann die Creme in einen Spritzbeutel füllen und großzügig auf die komplett ausgekühlten Cupcakes auftragen.

*Ein feinmaschiges Sieb mit Küchenrolle auslegen, dann die 150 Gramm Soja-Joghurt hineingeben und auf eine Schüssel stellen. Im Kühlschrank etwa 12 Stunden abtropfen lassen.

12. Mai 2013

Veganer Frühling - Aiderbichl und Köstlichkeiten

Frühling ist es geworden, und die sonnigen Stunden wollen genossen werden. M und ich nutzten den Feiertag in dieser Woche für einen Ausflug nach Gut Aiderbichl, den Gnadenhof bei Salzburg. Wenn die Sonne scheint, sind die Tiere auf den Weiden und freuen sich genauso wie wir über das warme Wetter. Und weil das Herumwandern auf dem schönen Gut hungrig macht, haben M und ich im Restaurant gegessen, das rein vegetarisch ist und mittlerweile einige vegane Speisen anbietet. Für mich gab es mediterrane Spaghetti mit Basilikumpesto und Garnelen aus Yamswurzeln, M blieb beim bewährten Soja-Schnitzel mit Pommes, geteilt wurden noch die super-knusprigen Soja-Nuggets mit Sweet Chilli-Dip. Der vegane Eisbecher (sogar mit veganer Schlagsahne!) passte dann erst nach einem ausführlichen Verdauungsspaziergang wieder hinein. Bei warmen Wetter kann man die Köstlichkeiten im Freien genießen, wer in Ruhe essen möchte, hält sich aber von den frechen Eselchen fern. Fazit: Wer einen schönen veganen Tag verbringen will, ist auf Aiderbichl sehr gut aufgehoben! Und wer noch nicht vegan lebt, der kann sich auch auf Gut Aiderbichl darüber informieren, wie in unseren modernen Zeiten Fleisch, Milch und Eier produziert werden - eines kann ich euch verraten: It ain't pretty. Und Aiderbichl zeigt sogar Bilder, wie es in solchen Massentieranlagen aussieht - wer noch genauer hinsieht, merkt sogar, dass Aiderbichl darauf hinweist, dass ein veganer Lebensstil in Anbetracht dieses Horrors der beste ist.

Sehr köstliche Spaghetti mit Gemüse, Pesto und veganen Garnelen

 Das Soja-Schnitzel mit Pommes und Fähnchen

Die knusprigen Nuggets, bevor ich über sie hergefallen bin.

Veganer Eisbecher mit Kokos-, Orange-Avocado-, Schoko- und Kürbis-Reismilch-Eis

 Bunnies! M und ich sind dort viel zu lange gestanden und haben die Fellknäuel beobachtet.

Schlafendes Kaninchen

 Abspazieren des Mittagessens

 Schnarchendes Schweinchen

 Im Garten von Gut Aiderbichl

 Was ist eine Ferkelmastbox und ein Kälberiglu? Traurige Antworten auf diese Fragen findet man auf Aiderbichl.

Passend zu den frühlingshaften Temperaturen wurde bei uns die Eissaison eröffnet, hier veganes Vanille-Eis (von SPAR) mit Mango, Banane und Schokoladensauce. Zum Eisessen durfte mein Hasen-T-Shirt aus dem Schrank, das ich natürlich gleich mit Schokoladensauce beschmiert habe. 


Und ich habe ein erstes Gericht mit grünem Spargel gekocht, in diesem Fall mit der köstlichen Chorizo vom Vegourmet Veganversand. Rezept? Ja, bald.


Wie genießt ihr den veganen Frühling?

5. Mai 2013

Veganer Nacho-Salat - raffiniert und sommerlich

Je heller und freundlicher es draussen wird, desto größer wird meine Lust auf Salat. Zu viel Aufwand darf es allerdings nicht sein, und langweilig schon gar nicht. Mit Salat habe ich oft so meine Probleme. Dressing nur aus fadem Essig und Öl, geraspelten Karotten, traurigem Eisbergsalat - das ist der Stoff, aus dem meine Alpträume sind. Deshalb esse in Restaurants selten Salat, und daheim auch nur, wenn er raffiniert ist: Avocado sollte drinnen sein, Bohnen, knackiges Gemüse... und dann noch irgendeine besondere Note, die einen zumindest aus den Sommerlatschen haut.


In den USA begegnen einem Salate, die mit Nachos zubereitet werden, was für einen würzigen Geschmack und etwas Knusprigkeit sorgt. Oft bestehen diese Salate aber hauptsächlich aus Rindfleisch und Nachos, und degradieren das Gemüse damit zum Nebendarsteller. Allerdings braucht es das alles gar nicht, man muss dass Rindfleisch nicht einmal durch pflanzliches Fleisch ersetzen: Einen frischen, leckeren Tex-Mex-Salat kann man sich auch viel, viel einfacher bauen. Perfekt für ein schnelles Abendessen an einem wunderbaren Sommertag oder als interessanten Salat für Gäste, am besten serviert mit einem kühlen Bier (oder selbstgemachter Limo), oder auch gemeinsam mit Burritos.
Sowohl Nachos als auch Salsas könnt ihr im Supermarkt in der Knabber-Abteilung kaufen, oder auch im Biomarkt mit etwas feineren Zutaten.


Nacho-Salat (für zwei Personen)

1 Dose Kidneybohnen, abgespült und abgetropft (etwa 240 Gramm)
2 kleine Paprika, gewürfelt
2 Frühlingszwiebel, in Ringen
4 mittelgroße Radieschen, in kleinen Stücken
2 - 3 große Handvoll grüner Salat, gewaschen und trockengetupft
3 gehäufte EL Salsa
2 EL Essig
Salz
Prise gemahlener Cumin
Prise gemahlener Koriander
2 Handvoll Nachos

Bohnen, Paprika, Frühlingszwiebel, Radieschen und Salat in einer großen Schüssel mit Salsa und Essig vermischen und etwas salzen, Cumin und Koriander dazugeben und einen Moment ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Nachos grob zerdrücken, dann den Salat auf zwei Teller aufteilen, und Nachos darüberstreuen. Mit Guacamole (siehe unten) servieren. 
Auch ein anderer Dip macht sich gut dazu, mir war vom Vortag noch Knoblauchdip übrig geblieben, der aus aus Soja-Joghurt, veganer Mayonnaise, viel frischem Knoblauch, etwas Senf, frischen Kräutern und einem Spritzer Worcestershire-Sauce besteht, das passt auch hervorragend dazu.

Guacamole
Saft einer halben Zitrone
1 - 2 Knoblauchzehen, gepresst
Salz

Avocado sehr gut zerstampfen, Zitrone, Knoblauch und Salz dazugeben und gleich servieren.

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